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Joseph Kosuth: Five Words in White Neon (1965)

Treffpunkt: Gegenwart mit Dr. des. Veronika Schöne
24. November 2016 (19.30 Uhr - 20.30 Uhr)

„Fünf Worte in weißem Neon“ zeigt nichts anderes als 5 Worte in weißer Neonschrift. Aber was sagt der Satz eigentlich? Ist er wirklich eine klassische Tautologie, eine Art „weißer Schimmel“? Sagt er überhaupt etwas aus – außer über sich selbst?

Die Arbeit des amerikanischen Konzeptkünstlers Joseph Kosuth führt uns mitten in den Strudel philosophischer Reflektionen, an den Kern des Verhältnisses von Bild und Begriff, von Urbild und Abbild, von Zeichen und Gegenstand – kurz: von der Wirklichkeit und der Vorstellung, die wir uns davon machen.

Kosuths Arbeiten beschäftigen sich nicht nur mit dem Problem der Repräsentation von Realität, sondern gehen noch ein Stückchen tiefer: Im Licht der Worte erscheint das Werk als eines, das nur durch das Licht sichtbar wird und erst durch die Benennung ins Sein tritt. Das ist weniger banal, als es zunächst erscheinen mag: Das Licht und die Sprache sind zwei Grundbedingungen von Erkenntnis – des visuellen wie des gedanklichen Erfassens von Welt.

Wir wollen gemeinsam mit Veronika Schöne in Kosuths Kosmos seiner Beschäftigung mit Kunst, Sprache und Philosophie eintauchen.

TREFFPUNKT: GEGENWART: Joseph Kosuth: Five Words in White Neon (1965)
LEITUNG Veronika Schöne
TERMIN Donnerstag, 24. Novemner 2016, 19.30 bis 20.30 Uhr
ORT Galerie der Gegenwart
TREFFPUNKT Vor dem Shop der Freunde am neuen Eingang
KOSTENBEITRAG kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich, Nicht-Mitglieder zahlen den Eintritt in die Kunsthalle

Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, ADVANCED und seit August 2019 für die neue Programmsparte @ART. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.