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Berlin – Nachkriegsarchitektur und Biennale

Reise mit Dr. des. Veronika Schöne
20. Juni 2014 - 22. Juni 2014

Nicht erst seit der Wende ist Berlin Mittelpunkt einer kontroversen Debatte über die „richtige“ Gestaltung der modernen Metropole. Durch die Teilung nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Stadt ihr bis heute charakteristisches Gepräge erhalten: Im Ostteil wurde die berühmte Karl-Marx-Allee als schnurgerade Achse durch die Stadt gelegt, die sich an der sowjetischen Monumentalarchitektur orientiert und eine ideale Kulisse für Aufmärsche und Paraden bildete. Im Westteil hingegen entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung „Interbau“ 1957 das Hansa Viertel, das eine vollkommen andere Vorstellung von Stadt umsetzte, aufgelockert und durchgrünt, mit wahren architektonischen Kleinodien, u.a. von Oscar Niemeyer, Egon Eiermann, Walter Gropius und Arne Jacobsen.

Ausgehend von diesen grundverschiedenen Stadtmodellen wollen wir gemeinsam mit der Architekturhistorikerin Silke Dähmlow, die seit vielen Jahren für die Denkmalpflege tätig ist und an zahlreichen Projekten mitgearbeitet hat, die Stadtentwicklung bis in die Nachwendezeit erkunden. Wir widmen uns den Nahtstellen zwischen Ost und West wie dem Potsdamer Platz und wollen auch die Schlossdebatte noch einmal rekapitulieren.

Die Berlin Biennale gehört seit ihrer ersten Ausgabe 1998 zu "den" Schauen zeitgenössischer Kunst. Die achte Ausgabe nimmt die Metropole zum Ausgangspunkt und thematisiert die Berührungspunkte des Menschen zu seiner Umwelt und zu den übergeordneten Erzählungen. Wo überschneidet sich die große Geschichte mit dem individuellen Geschick? Hier kommt die Stadt als Ort der Arbeit, aber auch als gebaute Umwelt ins Spiel, mit der sich der Mensch mehr oder weniger identifiziert. Das passt gut zu unseren Architekturrundgängen, die wir um die Highlights der Berlin Biennale ergänzen wollen.

Als weiterer Höhepunkt steht die Schau des chinesischen Künstlers und Dissidenten Ai Weiwei im Martin-Gropius-Bau auf dem Programm sowie der Besuch der einen oder anderen Galerie. Und wer mag, kommt mit in die grandiose Schau über die Photographien von Wols, die fast noch atemberaubender und außergewöhnlicher sind als eine berühmten Bilder.

Da die Berlin Biennale noch nicht so weit in ihrer Planung ist wie wir, bieten wir die Reise ohne Eintritte und zusätzliche Führungsentgelte an. Sie werden max . 60 Euro betragen.

KURZREISE Berlin – Nachkriegsarchitektur in Ost und West, Highlights der Berlin Biennale und Ai Weiwei
LEITUNG Veronika Schöne
TERMIN Freitag 20. Juni bis Sonntag 22. Juni 2014
KOSTEN 222 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 22 Euro

BITTE BEACHTEN: Wie auch in den letzten Jahren stellen wir nur das Programm, da viele von Euch einen Berlintrip auch mit privaten Besuchen verbinden möchten. Anreise und Übernachtung bitte individuell buchen. Wir helfen Euch gerne dabei.

Hier eine kleine Auswahl aus den zahlreichen Berliner Hotels:
Arte Luise Kunsthotel Berlin Mitte (von Künstlern individuell ausgestaltete Räume), DZ ab 95,- Euro
ARCOTEL John F Berlin Mitte, DZ ab 88,- Euro
Motel One Alexanderplatz, DZ ab 69,- Euro
Motel One Berlin-Mitte, DZ ab 59,- Euro
B&B Hotel Potsdamer Platz, DZ ab 62,- Euro
Die Fabrik Berlin Kreuzberg (Mischung aus Hostel und Hotel), DZ ab 58,- Euro

Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, ADVANCED und seit August 2019 für die neue Programmsparte @ART. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.