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Neues Altona, Neu-Altona und Neue Mitte Altona: Eine Trias der Erneuerung? Stadtplanungen und Visionen für Altona im langen 20. Jahrhundert

Stadtrundgang mit Dr. Sylvia Necker
23. Juni 2018 (10.30 Uhr - 14.00 Uhr)

Eine „Neue Mitte“ soll entstehen, mitten in Altona. Ein hoch verdichtetes Viertel auf dem ehemaligen Gleisgelände der Bahn. Das größte Stadtentwicklungsgebiet nach der HafenCity ist immerhin halb so groß wie die Außenalster. Und es soll wegweisend sein für die Zukunft, zeigen, wie wir leben wollen: urban und grün, verdichtet und aufgelockert, attraktiv für alle und für jeden erschwinglich, garantiert durch den bewährten Drittelmix aus Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungen. Schon sind die ersten Bewohner eingezogen, der Stadtteil nimmt langsam Gestalt an. 

Doch ist die „Neue Mitte Altona“ wirklich so neu? Vergleicht man die städtebaulichen Großprojekte für Altona im 20. Jahrhundert, stößt man auf fast identische Vokabeln: Gustav Oelsner nannte seine Visionen für die Stadt direkt neben Hamburg in den 1920er-Jahren „Neues Altona“, dreißig Jahre später zeichnete Ernst May bunte Pläne für ein „Neu-Altona“ als größtes zusammenhängendes Wiederaufbauprojekt Hamburgs. Und zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollen nun der Sackbahnhof Altona und seine Gleisflächen in eine „Neue Mitte Altona“ transformiert werden.

Ob wirklich alles so neuartig und sensationell war, wie uns die zeitgenössischen Planungsunterlagen aller drei Großprojekte glauben machen wollen, gilt es zu überprüfen. Neugierig und mit vergleichendem Blick wollen wir daher durch Altonas Stadtraum gehen und die Konzepte in die stadtplanerischen Ideenwelten des langen 20. Jahrhunderts einordnen: Welche Vorstellungen von Wohnen lagen den jeweiligen Planungen zugrunde? Wie sollte der Verkehr geführt werden? Welche Rolle spielte das Grün in der Stadt? So können wir schließlich das Erneuerungspotenzial der „Neuen Mitte Altona“ besser einschätzen. 

LEITUNG Dr. Sylvia Necker
BEGLEITUNG Dr. des. Veronika Schöne
TERMIN Samstag, 23. Juni 2018, 10.30 bis 14 Uhr
KOSTENBEITRAG 28 Euro, Studierende bis 30 Jahre 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr.  Sylvia Necker
Dr. Sylvia Necker
Sylvia Necker hat Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Hamburg studiert. Nach beruflichen Stationen in Hamburg und Kiel sowie am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner seit 2014 Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden. Dissertation über das Hamburger Architekturbüro Gutschow; Ausstellungen, Vorträge, Führungen und Seminare zur Architektur- und Stadtgeschichte sowie zur jüdischen Geschichte.