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#3157

Von der Endlichkeit. Bilder von Tod und Trauer in der Hamburger Kunsthalle und auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Führung und Exkursion mit Dr. Gabriele Himmelmann und Dr. Silke Reuther
16. Mai 2020 (10.30 Uhr - 16.30 Uhr)
Wir bieten diese Veranstaltung alternativ auch am 18.4.2020 an.

Die Autorin Ildikó von Kürthy räsonniert in ihrem aktuellen Buch „Es wird Zeit“ über das bewusste Erleben der Endlichkeit. Für jeden von uns kommt der Moment, der uns spiegelt, dass der längere Lebensweg bereits hinter uns liegt. Zu dem Mehr an Lebenserfahrung gesellt sich ein Mehr an Begegnungen mit dem Tod, und so wachsen wir langsam in die eigene Endlichkeit hinein.

Der Tod ist eine Grenzerfahrung, die in allen Kulturen und zu allen Zeiten auch in der Kunst ihren Widerhall gefunden hat. Die Hamburger Kunsthalle widmet sich diesem Thema zurzeit mit der Ausstellung „Trauern“. Rund 30 künstlerische Positionen aus 15 Ländern sind dazu versammelt. Ob es sich um den Verlust eines geliebten Menschen durch den Tod handelt, den Abschied von Idealen oder den Verlust von Heimat – es sind leidvolle Erfahrungen von Unwiederbringlichkeit, die unser Leben prägen. Welche Bilder finden Künstlerinnen und Künstler heute für Abschied, Trauer und Verlust? Hier beginnt unser Rundgang.

Die Ausstellung lädt aber auch zum Vergleich ein. Mit den niederländischen Stilllebenmalern, Meister Franckes „Grablegung“ und seinem „Schmerzensmann“ sowie Giovanni Segantinis „Glaubenstrost“ setzen wir die Spurensuche nach Bildern des Todes und der Trauer in der Sammlung der Kunsthalle fort.

Der Ohlsdorfer Friedhof schließlich, die zweite Station unseres Rundgangs, bietet mit seinen vielen Mausoleen und Grabskulpturen ein reiches Bild von der Vielfalt des Trauerns. Viele Hamburger Künstler und Künstlerinnen haben für diesen Ort gearbeitet. Umbettungen historischer Gräber auf den vom Oberbaudirektor Fritz Schumacher konzipierten Friedhof richten unseren Blick zudem noch einmal auf die Stadtgeschichte und das ehemalige Gräberfeld am Dammtor, für das Philipp Otto Runge den Zyklus der „Zeiten“ als Bildfolge des Trostes ersonnen hat.

LEITUNG Dr. Gabriele Himmelmann, Dr. Silke Reuther
TERMIN Samstag, 16. Mai 2020, 10.30 bis 16.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 42 Euro inkl. Kaffee und Kuchen, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt in die Hamburger Kunsthalle)
Anmeldung erforderlich

Dr. Silke Reuther
Dr. Silke Reuther
Studium der Kunstgeschichte in Hamburg und Marburg. Freiberufliche Kunsthistorikerin und Autorin; Lehrbeauftrage an der Universität Hamburg. Seit 2010 Provenienzforschung am Museum für Kunst und Gewerbe.
Dr. Gabriele Himmelmann
Dr. Gabriele Himmelmann
Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften; seit Jahren freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig, u. a. regelmäßig für die Freunde der Kunsthalle. Außerdem Lehrbeauftragte für Kunstgeschichte am Institute of Design, der Arbeitsstelle für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Hamburg sowie an der TU Hamburg-Harburg.