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Das neue Bargheer-Museum im Jenisch Park: „Die Ankunft der Harmonie“

Führung mit Dorith Will, M. A.
27. März 2018 (13.30 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht

„Sein künstlerisches Werk, vor allem seine Art, mit bezaubernder Leichtigkeit Landschaften zu vermitteln, haben mich immer fasziniert“: So urteilte Helmut Schmidt über Eduard Bargheer (1901–1979) und hängte 1977 ein Werk des Hamburger Malers ins Bundeskanzleramt.

Bargheer, Lehrersohn aus Finkenwerder, hatte sich nach einer Zeichenlehrer-Ausbildung im Wesentlichen autodidaktisch im Aquarellieren und Malen geübt, sammelte auf Reisen nach Italien, Paris, Holland und London künstlerische Eindrücke und trat 1928 der Hamburgischen Sezession bei. Dort trug er – inspiriert vor allem von der Kunst des Norwegers Edvard Munch – gemeinsam mit Karl Kluth und Rolf Nesch entscheidend zum sogenannten „Sezessionsstil“ bei. Ab 1939 zwangen ihn die politischen Verhältnisse, Deutschland zu verlassen. Er ließ sich auf der italienischen Insel Ischia nieder und entwickelte dort seinen mediterranen Stil. Seine Landschaften, die er mit einer an die Formzeichen Paul Klees erinnernden, netzartigen Struktur überzog, wurden abstrakter, ohne den Gegenstand ganz aufzugeben. Dies gelang besonders in seinen lichten Aquarellen – seiner eigentlichen Königsdisziplin –, die in vielfältigen Variationen mosaikhafte Farbgewebe zeigen.

Sie werden nun neben den Ölgemälden und Zeichnungen eindrucksvoll in dem neuen Bargheer-Museum im Jenischpark unter dem Titel „Die Ankunft der Harmonie“ präsentiert. Auf zwei Etagen sind etwa 70 Werke aus dem Nachlass als chronologische Retrospektive zu sehen – mit Blick auf die Elbe und in Nachbarschaft zu Blankenese, wo Bargheer ab 1953 im Halbjahreswechsel mit Forio, Ischia wieder lebte und arbeitete.

Ein ausführlicher Rundgang durch die Ausstellung wird uns Leben und Werk Eduard Bargheers näherbringen.

FÜHRUNG Dorith Will, M. A.
TERMIN Dienstag, 27. März 2018, 13.30 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Bargheer-Museum, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

 Dorith Will, M. A.
Dorith Will, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg und Florenz. Seit 2000 als freie Mitarbeiterin in der Hamburger Kunsthalle tätig. Schwerpunkte sind neben der Kunstgeschichte vor den Originalen die Entwicklung der Kunst seit 1960 und deren Materialaspekte sowie ästhetische Fragestellungen.