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Altonaer Museum: [RETURN] Fotografie in der Weimarer Republik. Ein Ausstellungsprojekt zur Triennale

Kuratorenführung mit
06. Juli 2018 (15.00 Uhr - 16.30 Uhr)

Die Weimarer Republik wird heute längst nicht mehr nur von ihrem Ende her beurteilt, sondern als erster demokratischer Staat auf deutschem Boden gewürdigt. In dieser Epoche gewaltiger politischer, sozialer, gesellschaftlicher und künstlerischer Umbrüche spielt die Fotografie eine nie dagewesene Rolle. Sie begleitet die junge Republik in all ihren Entwicklungsphasen, wandelt sich als Medium und erfindet sich dabei neu: technisch, thematisch und ästhetisch.

Erstmals zeigt eine Ausstellung nun den enormen Fundus an qualitätsvoller Fotografie der Zeit. Möglich macht dies eine Kooperation der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg mit der Deutschen Fotothek Dresden und der fotografischen Sammlung des LVR - LandesMuseum Bonn, ergänzt durch Leihgaben von ullstein bild Berlin. In vier Themenkreisen nähert sich die Ausstellung der Geschichte der Weimarer Republik: „Revolution und Republik“, „Vom Slowfox zum Grotesktanz“, „Die Mode der Goldenen Zwanziger“ und „Von der Neuen Sachlichkeit zum Neuen Sehen“. Aus dem Archiv des Altonaer Museums kommen zudem Aufnahmen rund um den „Altonaer Blutsonntag“ vom 17. Juli 1932 hinzu. Mit Originalabzügen, Zeitschriften, Postkarten und Plakaten entsteht so ein eindringliches Bild von den Ereignissen und Strömungen der Jahre 1918 bis 1933.

Der Fotografie kommt dabei eine Doppelfunktion zu: Sie ist berichtendes Medium; sie wird aber auch selbst zur handlungsmächtigen Instanz, zur Protagonistin in den Konflikten und Widersprüchen der Zeit. Die Ausstellung erzählt die Geschichten der Bilder und die Geschichte hinter den Bildern – und bietet so einen neuen Blick auf eine unvergleichlich wechselvolle und kreative Epoche. Sebastian Lux von der Stiftung F.C. Gundlach hat die Schau kuratiert und wird uns die Geschichte der Fotografie in aufregenden Zeiten nahebringen.

FÜHRUNG Sebastian Lux
TERMIN Freitag, 6. Juli 2018, 15 bis 16.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Altonaer Museum, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich