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Deichtorhallen Hamburg / Haus der Photographie: Paolo Pellegrin. Un’antologia

Führung mit Ulrich Rüter, M. A.
13. Dezember 2019 (16.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht

Zwar wird der renommierte italienische Magnum-Fotograf Paolo Pellegrin meist als „Kriegsfotograf“ vorgestellt, doch ist sein Werk weitaus vielfältiger und geht über die reine Dokumentation von Kriegs- und Krisenszenarien weit hinaus. „Ich interessiere mich mehr für eine Fotografie, die ‚unvollendet’ ist – eine Fotografie, die suggestiv ist und ein Gespräch oder einen Dialog auslösen kann“, so Pellegrin über sein eigenes Werk.

In seinen Aufnahmen kombiniert er seine langjährige Erfahrung als Fotograf zahlloser Kriegsschauplätze und Krisengebiete mit der visuellen Intensität eines Künstlers. So hat er in den letzten Jahren einen wichtigen, bisweilen auch umstrittenen Beitrag zur Neubewertung und Aktualisierung der dokumentarischen Fotografie geleistet. Pellegrin wurde 1964 in Rom geboren, ist seit 2005 Mitglied der Agentur Magnum und mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt worden, u. a. als 10-maliger Preisträger des World Press Photo Awards. Er lebt heute in Rom und New York.

Die nun im Haus der Photographie präsentierte Ausstellung „Un’antologia“ blickt zurück auf Pellegrins über zwanzigjährige Karriere und wurde über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren intensiv vorbereitet. Gezeigt werden etwa 150 Bilder, viele davon bislang unveröffentlicht, sowie Videoaufnahmen aus den Jahren 1998 bis 2017. Mit den Kapiteln „Mensch“ und „Natur“ gliedert sich die Präsentation in zwei Abteilungen.

Dass zeitgemäße Reportagefotografie heute weit mehr ist als Dokumentation und Information, lässt sich anhand der Ausstellung und der visionären Haltung des Fotografen eindrücklich zeigen.

FÜHRUNG Ulrich Rüter, M. A.
TERMIN Freitag, 13. Dezember 2019, 16 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Haus der Photographie, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

 Ulrich Rüter, M. A.
Ulrich Rüter, M. A.
Fotohistoriker; Studium der Kunstgeschichte in Hamburg und Wien. Er war für zahlreiche fotografische Institutionen und Museen tätig, u. a. die Stiftung F.C. Gundlach, Hamburg, und die Kunstbibliothek Berlin. Als freier Kurator, Autor und Dozent in Hamburg arbeitet er für verschiedene Museen und fotografische Projekte. Er ist seit vielen Jahren Vorstandsmitglied des Freundeskreises des Hauses der Photographie der Deichtorhallen Hamburg und ist derzeit auch als kuratorischer Berater der Triennale der Photographie Hamburg tätig.