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#3058

Goya, Fragonard, Tiepolo. Die Freiheit der Malerei. Führung durch die Ausstellung

Führung mit Rainer Donandt, M. A.
30. Januar 2020 (14.00 Uhr - 15.30 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten diese Führung alternativ auch am 23.1.2020 an.

Das 18. Jahrhundert bedeutete für Europa eine Zeit des Umbruchs – und Francisco de Goya (1746–1828) hat dies in seiner Kunst wie niemand sonst zur Anschauung gebracht. Viele seiner Themen, besonders diejenigen der graphischen Serien, haben ihren Ursprung in aufklärerischem Gedankengut. Und doch liegt seinen Bildern nichts ferner als naiver Fortschrittsoptimismus; vielmehr leuchten sie schonungslos die Abgründe aus, die sich unter der Oberfläche der Vernunft auftun: Eros und Gewalt, Krieg und Unterdrückung, Machterhalt, Gewinnstreben und intelligente Bosheit. Voraussetzung war eine neue künstlerische Freiheit auf unterschiedlichen Ebenen: die zunächst gedankliche, später auch institutionelle Unabhängigkeit von Hof und Kirche, ein ebenso offener wie reflektierter Umgang mit den künstlerischen Mitteln – und im Ergebnis nichts weniger als die Freiheit, Dinge zu zeigen, die bis dahin keinen Ort in der Kunst hatten.

Auch wenn Goya zweifellos eine singuläre Gestalt der europäischen Kunstgeschichte war: Eine vergleichbare Suche nach einer neuen „Freiheit der Malerei“ zeigt sich im Werk seines Zeitgenossen Jean-Honoré Fragonard (1732–1806) sowie seines Vorgängers am Madrider Hof, Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770). Skizzenhafte Pinselführung, unkonventionelle Figuren und kühne Farbigkeit verbinden sich auch bei ihnen zu teils radikalem künstlerischem Ausdruck. Als Vor- und Wegbereiter der Moderne werden die Künstler nun erstmals gemeinsam präsentiert: Mit herausragenden Leihgaben aus bedeutenden Museen zeigt die Ausstellung das Atmosphärisch-Ideale, das Unheimlich-Groteske und Theatralische in den Werken Goyas, Fragonards und Tiepolos und lässt uns die faszinierenden Facetten einer Bildwelt im Wandel entdecken. 

Rainer Donandt stellt die Ausstellung in seiner Führung ausführlich vor.

FÜHRUNG Rainer Donandt, M. A.
TERMINE Donnerstag, 30. Januar 2020, 14 bis 15.30 Uhr 
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Rainer Donandt, M. A.
Rainer Donandt, M. A.
Rainer Donandt, Studium der Geschichte und Kunstgeschichte in Hamburg. Arbeitsschwerpunkte italienische Renaissance und Kunstgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Nach Lehraufträgen an den Universitäten Hamburg, Hamburg-Harburg und Lüneburg seit Sommer 2012 in Frankfurt am Main tätig.