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Warschau – Polens Hauptstadt zwischen Erinnerung und Zukunft

Studienreise mit Uwe Bölts, M. A. und Sylvia Willkomm
21. Juni 2018 - 24. Juni 2018
abgesagt
Anmeldung bis 20. April 2018

Wie keine andere Stadt spiegelt Warschau das Schicksal der Polen und dasjenige ihres Landes. Es ist die Geschichte des Widerstands gegen fremde Mächte, die ihren Einfluss im Gesicht der Stadt hinterlassen haben. Und es ist bewundernswert, wie die Bewohner es schaffen, nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs aus dem Wiederaufbau der architektonischen Hinterlassenschaften dieser fremden Mächte eine eigene Identität zu schöpfen.

Warschau war immer ein Scharnier zwischen Ost und West, gelegen an der Achse Paris – Moskau. Der Ort wuchs als Residenz der Herzöge von Masowien und löste im 16. Jahrhundert Krakau als Hauptstadt ab. So steht das aus der völligen Zerstörung wiederaufgebaute Königsschloss an der Weichselbrücke symbolhaft für den Überlebenswillen der Nation, während die Glitzerfassaden der Wolkenkratzer den Weg in die Zukunft weisen. Dazwischen finden sich aus der ersten Blütezeit der Stadt im 18. Jahrhundert viele Palais des Großadels von hoher Qualität, errichtet durch italienische oder deutsche Architekten wie z. B. Carl Friedrich Pöppelmann (1696/97–1750).

An die Königsherrschaft Augusts des Starken und seines Sohnes erinnert eine „sächsische Achse“. Unweit davon thront der Kulturpalast als eines der markantesten Beispiele stalinistischer Architektur weltweit. In den zahlreichen Parks und Grünanlagen finden sich überraschend barocke Schlossanlagen: Warschau ist eine Stadt der Kontraste. Eine Vielzahl von Denkmälern verbildlicht die Erinnerungsorte des Leidens der jüdischen Bevölkerung im Warschauer Ghetto, des Widerstands gegen die Fremdherrschaft oder des siegreichen Sozialismus. So ist der Umgang mit der Geschichte das Leitthema unserer viertägigen Erkundungen durch Polens Hauptstadt. Wir wohnen fußläufig zur Altstadt im traditionsreichsten Hotel Warschaus.

LEITUNG Sylvia Willkomm, M. A., Uwe Bölts, M. A.
TERMIN 21. bis 24. Juni 2018
KOSTENBEITRAG 1199 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 195 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 80 Euro
LEISTUNGEN Flug ab/an Hamburg mit Lufthansa in der Economy Class, 3 Übern. mit Halbpension (Abendessen in ausgewählten Restaurants) im *****Hotel Bristol, Transfers und öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Konzertkarte Mozart-Festival, Gruppentrinkgelder, Reiseleitung
VERANSTALTER ARS VIVENDI-Kulturreisen

 Sylvia Willkomm
Sylvia Willkomm
geb. in Danzig, Studium der Kunstgeschichte, Archäologie und Osteuropastudien in Hamburg, Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Museumsbund in Berlin. Seit 2007 Reiseleitungen für die Freunde der Kunsthalle
 Uwe Bölts, M. A.
Uwe Bölts, M. A.
Studium der Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Hamburg und Marburg. Magister in Hamburg. Fachgebiete: Mittelalterliche Architektur und Plastik. Seit 1988 als Studienreiseleiter tätig, seit 1997 selbständig (Ars Vivendi-Kulturreisen), u. a. auch als Reiseveranstalter für die Freunde der Kunsthalle.