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#2855

Ostthüringen und Vogtland – Residenzen und Bergstädte zwischen Saale und Elster

Studienreise mit Prof. Dr. Franklin Kopitzsch und Uwe Bölts, M. A.
30. Juni 2019 - 06. Juli 2019

In Fortsetzung der letztjährigen Reise zu Thüringens Residenzen bewegen wir uns nun Richtung Osten und gelangen ins Vogtland, einer bei uns gänzlich unbekannten Region zwischen Thüringen und Sachsen. Begründet in seiner Lage und der daraus resultierenden Geschichte, hat sich das Vogtland seine Eigenständigkeit bewahren können.

Zentrum ist ein Becken, das die Kammgebirge Thüringer Wald und Erzgebirge trennt. Seinen Namen erhielt das Land durch vom Kaiser zur Verwaltung eingesetzte Vögte, aus denen die Familie Reuß hervorging. Zahllose Erbteilungen führten schließlich auch hier zur Kleinstaaterei, die sich bis 1918 halten konnte – und jeder dieser Staaten versuchte, die fehlende Landesgröße durch eine möglichst aufwendige Hofhaltung zu kompensieren. Dazu gehörten vor allem prächtige Schlossbauten; schon seit Beginn des 17. Jahrhunderts entwickelte sich das Vogtland aber auch zum einem Zentrum der Textilindustrie („Plauener Spitze“). Der daraus resultierende Wohlstand fand seinen Ausdruck in zahlreichen barocken Dorfkirchen, ausgestattet mit Silbermannorgeln, reicht aber bis zu Henry van de Veldes berühmtem Haus Schulenburg in Gera.

Von einem herrlich gelegenen Standortquartier nahe Zeulenroda aus erkunden wir die Mittelgebirgslandschaft des oberen Saaletales, die Reuß’schen Residenzstädte Schleiz, Greiz und Plauen, Industriekultur, Jugendstil und Neues Bauen in Gera. Ein Ausflug führt uns nach Süden ins Elstergebirge mit dem Musikwinkel um Markneukirchen. Zurück geht es über Altenburg mit seinem großartigen Residenzschloss und dem Lindenau-Museum mit seiner kostbaren Sammlung früher italienischer Tafelmalerei. Spaziergänge durch die Mittelgebirgslandschaft, klingende Orgeln und nicht zuletzt die klassische thüringische Küche machen die Reise zu einem umfassenden Erlebnis einer Kulturlandschaft.

LEITUNG Uwe Bölts, M. A., Prof. Dr. Franklin Kopitzsch
TERMIN 30. Juni bis 6. Juli 2019
KOSTENBEITRAG 1595 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 140 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 100 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit dem ****Reisebus ab/an Hamburg, 6 Übernachtungen mit Halbpension im ****Bio-Seehotel Zeulenroda (5 x), ***Hotel Am Rossplan in Altenburg (1 x), Eintritte, Führungen mit Audiosystem, private Orgelführungen, Trinkgelder bei Führungen, Reiseleitung
VERANSTALTER ARS VIVENDI-Kulturreisen

 

 Uwe Bölts, M. A.
Uwe Bölts, M. A.
Studium der Kunstgeschichte und Musikwissenschaften in Hamburg und Marburg. Magister in Hamburg. Fachgebiete: Mittelalterliche Architektur und Plastik. Seit 1988 als Studienreiseleiter tätig, seit 1997 selbständig (Ars Vivendi-Kulturreisen), u. a. auch als Reiseveranstalter für die Freunde der Kunsthalle.
Prof. Dr.  Franklin Kopitzsch
Prof. Dr. Franklin Kopitzsch
Studium der Mittleren und Neueren Geschichte, Politischen Wissenschaften und Literaturwissenschaften in Hamburg. Promotion 1978, Habilitation 1993. Von 1998 bis 2003 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Bremen, seit 2003 Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der norddeutschen Regionalgeschichte an der Universität Hamburg.