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Niederländische Malerei. Teil IV: Rubens und van Dyck. Die Kunst Flanderns im 17. Jahrhundert

Seminar mit Dr. Alice Gudera
03. Mai 2018 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ am 15.5.2018 an.

Im Unterschied zur neu entstandenen Republik der Vereinigten Niederlande im Norden, die bürgerlich und vom calvinistischen bzw. reformierten Glauben geprägt war, blieben die südlichen Provinzen nach der Teilung des Landes unter spanisch-katholischer Herrschaft. 

Beeinflusst vom Pathos der römischen Kunst der Gegenreformation, konnte sich der flämische Barock in Antwerpen, der bedeutenden Handelsmetropole an der Schelde, besonders glanzvoll entfalten. Vor allem Peter Paul Rubens (1577–1640), der nach Lehrjahren in Italien 1608 zum Hofmaler der katholischen Erzherzöge Albrecht und Isabella avancierte, steht für den Bruch mit dem perspektivisch geordneten Bühnenraum der Renaissance, eine Dramatisierung der Handlung und dynamische Bildkompositionen. Sein ausgeprägtes, auf der Trias der Grundfarben Rot, Blau und Gelb basierendes Kolorit und seine prononcierte Affektdarstellung verdanken sich nicht zuletzt seiner Rezeption naturwissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse. Rubens‘ Auseinandersetzung mit der Antike sowie den Künstlern seiner Zeit sind Thema der großen Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ im Frankfurter Städel Museum, auf deren Erkenntnisse wir im Seminar gezielt zu sprechen kommen.

Neben Rubens sind es Jacob Jordaens (1593–1678) und Anthonis van Dyck (1599–1641), die die flämische Kunst des 17. Jahrhunderts nachdrücklich geprägt haben. Beide arbeiteten in jungen Jahren in Rubens’ Werkstatt, entwickelten dann aber einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Wiewohl auch religiöse und mythologische Sujets zu seinem Œuvre gehören, gilt vor allem Van Dyck als der große Porträtist Flanderns. Insbesondere die Bildnisse, die er am englischen Hof Karls I. in London malte, tragen ihm bis heute ungebrochenen Ruhm ein. 

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 3. Mai 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).