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Hans-Christian Andersen – Poet mit Feder und Schere. Anlässlich der Ausstellung in der Kunsthalle Bremen

Vortrag und Kuratorengespräch mit
22. November 2018 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)

„Die kleine Meerjungfrau“, „Des Kaisers neue Kleider“ oder „Die Prinzessin auf der Erbse“: Als Märchendichter ist der Däne Hans Christian Andersen (1805–1875), Sohn eines verarmten Schumachers und einer Wäscherin, noch heute ein Begriff. Schon zu Lebzeiten trug ihm seine Erzählkunst internationalen Ruhm ein. Andersens Märchen wurden in über 150 Sprachen übersetzt; damit gehört er zu den meistgelesenen Autoren der Welt.

Zu seiner Popularität trugen auch die beliebten Illustrationen von Vilhelm Pedersen, Lorenz Frølich und Otto Speckter bei, die Andersens Verleger in Auftrag gaben. Dass Andersen selbst ebenfalls bildkünstlerisch tätig war, ist dagegen weitgehend unbekannt. Dabei hatte schon Vincent van Gogh, ohne das Werk zu kennen, aufgrund seiner bilderreichen Sprache vermutet, dass der Dichter auch gezeichnet haben müsse. Und tatsächlich schuf Andersen nicht nur bemerkenswert reduzierte Landschaftszeichnungen, sondern auch gleichermaßen anrührende wie bizarre Scherenschnitte, experimentierfreudige Klecksographien und phantasievoll collagierte Bilderbücher – eine faszinierende Welt auf Papier und ein kaum bekanntes Kapitel Kunstgeschichte.

Viele dieser Arbeiten muten aus heutiger Sicht überraschend modern an. Andersen machte sie jedoch zu Lebzeiten nicht öffentlich, sondern verschenkte sie ausschließlich an Freunde und Bekannte. Erstmals in Deutschland präsentiert nun die Kunsthalle Bremen Hans-Christian Andersen als bildenden Künstler, als „Poet mit Feder und Schere“ – die Leihgaben kommen unter anderem aus den Odense City Museums und der Königlichen Bibliothek in Kopenhagen.

Anne Buschhoff und Detlef Stein, Kuratoren der Bremer Ausstellung, stellen den „anderen Andersen“ auch in Hamburg vor.

VORTRAG UND GESPRÄCH Dr. Anne Buschhoff, Detlef Stein, M. A.
TERMIN Donnerstag, 22. November 2018, 19 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich