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#3026

Die Künstler am Bauhaus. Teil I: Wassily Kandinsky und Paul Klee

Seminar mit Dorith Will, M. A.
23. Juli 2019 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht

„Kunst entsteht oberhalb aller Methoden, sie ist an sich nicht lehrbar, wohl aber das Handwerk“, heißt es im ersten Programm des Staatlichen Bauhauses in Weimar vom April 1919. Der Architekt Walter Gropius, der die Reformschule ins Leben rief, hatte ihr ganz im Sinne des deutschen Werkbunds die Vereinigung von Kunst und Handwerk auf die Fahnen geschrieben. In der Folge berief er so bedeutende Künstler wie Itten, Feininger, Klee, Kandinsky, Schlemmer, Moholy-Nagy und andere als Lehrer. Gerade von den Malern, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Abstraktion auseinandergesetzt hatten, erhoffte sich Gropius Anregungen für die angestrebte umfassende Neugestaltung der Welt im industriellen Zeitalter. In der wechselvollen Geschichte des Bauhauses waren die Künstler bald Impulsgeber, bald Gegengewicht und Korrektiv zur handwerklich-technischen Ausbildung: Nicht zuletzt dadurch war das Bauhaus mit seiner einmaligen Atmosphäre stets mehr als eine bloße Gewerbeschule.

In unserer Seminarreihe wollen wir dem Werdegang einzelner Künstlerpersönlichkeiten am Bauhaus nachgehen. Am Anfang stehen Wassily Kandinsky und Paul Klee, die länger an der Schule wirkten als alle anderen: Kandinsky von 1922 bis zur Auflösung 1933, Klee von 1921 bis 1931. Kandinsky, der den Weg in die Abstraktion seit 1910 konsequent verfolgt hatte, vermittelte in der Werkstatt für Wandmalerei seine Farb- und Formlehre aus Grundfarben und -formen, die sich im frühen Bauhaus-Stil vielfach niederschlug. Der von den Studierenden liebevoll als „Bauhausbuddha“ titulierte Paul Klee entwickelte eine umfassende Gestaltungslehre, die jedoch zugleich so offen war, dass sie immer neue Anregungen integrieren konnte und nie zum Dogma erstarrte.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt. Die Reihe wird fortgesetzt.

LEITUNG Dorith Will, M. A.
TERMINE Dienstag, 23. Juli 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Dorith Will, M. A.
Dorith Will, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg und Florenz. Seit 2000 als freie Mitarbeiterin in der Hamburger Kunsthalle tätig. Schwerpunkte sind neben der Kunstgeschichte vor den Originalen die Entwicklung der Kunst seit 1960 und deren Materialaspekte sowie ästhetische Fragestellungen.