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„Alle sind gleichmäßig zur Freiheit bestimmt“: Georg Forster (1754–1794) und Alexander von Humboldt (1769–1859)

Seminar mit Dr. Katrin Schmersahl
01. Dezember 2019 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Die Geschichte der Entdeckungsreisen ist gleichzeitig eine Geschichte der Entdeckung der Natur und der Erkundung fremder Völker. Künstler wie Naturforscher sammelten und dokumentierten in Europa bislang unbekannte Pflanzen, Tiere und Ethnographika – unter oftmals abenteuerlichen Bedingungen. Zu ihnen gehörte der Naturkundler, Ethnologe und Reiseschriftsteller Georg Forster, der James Cook auf seiner zweiten Weltumsegelung ab 1772 begleitete. Zurück in Europa, kämpfte Forster auch politisch für seine Vorstellungen von einer besseren Welt und wurde damit zum Vorbild für Alexander von Humboldt.

Humboldt wurde in den vergangenen Jahren auch in Deutschland wiederentdeckt, und zwar nicht zuletzt als Forschungsreisender und Wissenschaftler, der den Kolonialismus und die rücksichtslose Ausbeutung der Natur scharf kritisiert hat. Der Universalist und überzeugte Europäer, der ab 1799 für mehrere Jahre mit seinem französischen Kollegen, dem Arzt und Botaniker Aimé Bonpland, die spanischen Kolonien in Süd- und Mittelamerika durchquerte, prangerte nicht nur die Ausrottung der indigenen Völker an, sondern warnte auch bereits vor der Abholzung der Regenwälder. Humboldt, der nach seiner Reise für 20 Jahre in Paris lebte, beschäftigte sich mit einer Vielzahl von Forschungsgebieten, darunter Vulkanologie, Botanik, Zoologie, Ethnologie, Geschichte, Bergbau und Meteorologie. Er kann als einer der letzten Universalgelehrten gelten und war zugleich ein begnadeter Netzwerker; er steht für Weltoffenheit und Demokratisierung. Mit seinen Vorträgen wollte Humboldt immer eine möglichst große Zahl von Zuhörern erreichen: „Ideen können nur nützen, wenn sie in vielen Köpfen lebendig werden.“

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Katrin Schmersahl
TERMIN Sonntag, 1. Dezember 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Katrin Schmersahl
Dr. Katrin Schmersahl
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).