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Die Künstler am Bauhaus. Teil II: Johannes Itten, László Moholy-Nagy, Lyonel Feininger und Oskar Schlemmer

Seminarreihe mit Dorith Will, M. A.
15. Oktober 2019 (11.00 Uhr - 15.00 Uhr)
ausgebucht
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 19.10.2019 an.

Als der Architekt Walter Gropius das Bauhaus 1919 in Weimar gründete, forderte er – ganz im Sinne des deutschen Werkbunds – die Vereinigung von Kunst und Handwerk: „Kunst entsteht oberhalb aller Methoden, sie ist an sich nicht lehrbar, wohl aber das Handwerk.“ In der Folge berief Gropius so bedeutende Künstler wie Itten, Feininger, Klee, Kandinsky, Schlemmer, Moholy-Nagy und andere als Lehrer. In der wechselvollen Geschichte des Bauhauses waren sie bald Impulsgeber, bald Gegengewicht und Korrektiv zur handwerklich-technischen Ausbildung: Nicht zuletzt dadurch war das Bauhaus mit seiner einmaligen Atmosphäre stets mehr als eine bloße Gewerbeschule.

Im zweiten Teil unserer Seminarreihe richten wir unseren Blick zunächst auf die frühe, esoterisch inspirierte Phase unter dem Reformpädagogen Johannes Itten, der den für die Bauhauslehre essentiellen „Vorkurs“ entwickelte. Mit seinen antiakademischen Lehrmethoden zielte er auf eine umfassende Persönlichkeitsbildung nach dem Ideal des „Neuen Menschen“; zugleich hing er aber auch einer höchst fragwürdigen, elitären Rassenlehre an.

Um die ab 1922 unter der Parole „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ vollzogene Annäherung an die Industrie voranzutreiben, holte Gropius als Nachfolger von Itten im März 1923 den ungarischen Konstruktivisten László Moholy-Nagy ans Bauhaus. Dessen Parole „Apparat statt Pinsel“ beschreibt treffend die neue Ausrichtung auf Normierung und Mechanisierung. Der vielseitige Oskar Schlemmer, seit 1921 am Bauhaus und ab 1923 Leiter der Bauhausbühne, verkörperte dagegen mit seinen Figur-Raum-Darstellungen wie kein anderer den universellen Gedanken der Schule. Als Persönlichkeit war er – wie Lyonel Feininger – unverzichtbarer Teil des Bauhaus-Ganzen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dorith Will, M. A.
TERMIN Dienstag, 15. Oktober 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 Dorith Will, M. A.
Dorith Will, M. A.
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Literaturwissenschaft in Hamburg und Florenz. Seit 2000 als freie Mitarbeiterin in der Hamburger Kunsthalle tätig. Schwerpunkte sind neben der Kunstgeschichte vor den Originalen die Entwicklung der Kunst seit 1960 und deren Materialaspekte sowie ästhetische Fragestellungen.