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KmK! Warten – Zwischen Macht und Möglichkeit


09. März 2017 (19.00 Uhr - 20.00 Uhr)

Wir alle warten, ob im Stau, im Wartezimmer einer Arztpraxis oder einer Behörde. Das Phänomen des Wartens gehört zum Leben und betrifft uns alle. Die Hamburger Kunsthalle widmet sich dem Thema jetzt in einer großen Sonderausstellung mit Skulpturen, Filmen, Fotografien und Installationen von insgesamt 23 internationalen GegenwartskünstlerInnen. Der Untertitel „Zwischen Macht und Möglichkeit“ verweist auf eine mögliche Sozialkritik zwischen sozial Privilegierten, welche es als Machtspiel nutzen und den Menschen, welche darauf angewiesen sind, um zu überleben – wie beispielsweise Prostituierte, Asylbewerber oder Obdachlose.

Doch zeigt die Dauer des Wartens die soziale Stellung eines Menschen in unserer Gesellschaft wirklich? Je weniger Macht der Mensch hat, desto länger muss er offenbar warten.

Die Ausstellung offenbart aber auch, dass im Warten eine gewisse Poesie oder etwas Zauberhaftes mitschwingen kann. So fotografiert beispielsweise die Künstlerin Zwelethu Mthethwas in eindrucksvollen Großaufnahmen schwangere Frauen, deren große Bäuchen ein positives und hoffnungsvolles Warten innehaben. Der Künstler Jakob Engel taucht mit seinem Acht-Minuten-Video hinter die Kulissen einer Theaterbühne, auf der gerade Shakespeares Sommernachtstraum gegeben wird. Es sind Schauspieler zu sehen, die gespannt auf ihr Stichwort warten, um auf die Bühne treten zu können und sich dem Publikum zu präsentieren. Warten wir’s ab, was die Ausstellung noch an Ambivalenz und Dialektik zu bieten hat.

FÜHRUNG Rena Wiekhorst
TERMIN Donnerstag, 9. März 2017, 19 Uhr
ORT Hamburger Kunsthalle
KOSTEN 3 € für Studenten, Mitglieder frei