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KmK! Exotismus


25. April 2019 - 25. April 2019 (19.00 Uhr - 20.00 Uhr)

Die Faszination der westlichen Welt für das Exotische und Fremde hat eine lange Tradition.
Entstanden sind Bilder dieser fremden Völker und deren Länder bis zum 17. Jahrhundert meist nur durch Überlieferungen und waren somit zum Großteil der Fantasie des Künstlers ausgesetzt. Dies änderte sich allerdings ab dem 18. Jahrhundert im Zuge großer Entdeckungsreisen. Trotzdem ist eine Dichotomie der Darstellungen klar zu erkennen. Einige der Bilder zeigen eine rohe und ungezügelte Welt voller Aggression, konstruiert aus einer okzidentalen Perspektive, die sich klar abgrenzen möchte. Auf der anderen Seite finden sich Darstellungen voller Bewunderung und Sympathie, die sogar versuchen, Ähnlichkeiten zwischen dem bekannten Selbst und dem fremden Anderen aufzuzeigen.
So unterschiedlich die bildlichen Motive, so divers sind auch die Motive in den Orient zu reisen. Nicht nur fremdländische Schätze und edle Stoffe lockten die Menschen an, sondern auch die Suche nach dem eigenen Ursprung. Ausgehend von Napoleons Ägyptenfeldzug 1798, wollen wir uns verschiedene orientalische Darstellungen innerhalb des „langen 19. Jahrhunderts“ anschauen und dabei versuchen, den damaligen Orient geographisch zu verorten, die historischen und gesellschaftlichen Gegebenheiten betrachten, die die damalige Orientbegeisterung hervorrief und überprüfen, wie wahrheitsgetreu der Orient überhaupt dargestellt wird, oder ob die Bilder nicht mehr über den Westen als den Osten aussagen.
Zum Schluss wollen wir einen Blick auf die kritische Auseinandersetzung mit dem Orientalismus in der zeitgenössischen Kunst werfen.

FÜHRUNG Frida Mervecan Akinay
TERMIN Donnerstag, 25. April 2019, 19 Uhr 
ORT Hamburger Kunsthalle
KOSTEN 3 € für Studenten, Mitglieder frei