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Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd

Führung mit Dr. Katharina Ferus
15. Februar 2018 (18.30 Uhr - 20.00 Uhr)
ausgebucht

Alles, was anders, fremd und fern war, hat die Künstler der frühen Moderne fasziniert. Von als ursprünglich empfundenen, außereuropäischen Kulturen afrikanischer oder ozeanischer Prägung versprachen sie sich Inspiration und Vitalisierung. Die westliche Kultur empfand man als kraftlos und uninspirierend.

Auch der „Brücke“-Künstler Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) war von außereuropäischer Kunst gebannt. Sie hat nicht nur eine bestimmte Schaffensphase geprägt, sondern begleitete ihn sein ganzes Leben. Die Ausstellung zeigt den expressionistischen Maler nicht nur im kontinuierlichen Dialog mit den exotischen Objekten, sondern auch als Sammler. Rund 80 Arbeiten aus über 50 Schaffensjahren, darunter Skulpturen, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik, werden afrikanischen und ozeanischen Objekten aus der umfassenden ethnographischen Sammlung des Künstlers gegenüber gestellt.

Bereits als junger Mann hatte Schmidt-Rottluff begonnen, außereuropäische Kunst zu sammeln – etliches davon vermutlich in Hamburg, damals Hauptumschlagplatz für Waren aus den deutschen Kolonien in Afrika und der Südsee. Wie ein roter Faden zieht sich die motivische und formale Auseinandersetzung mit der außereuropäischen Kunst fortan durch das Œuvre Schmidt-Rottluffs. Sie sollte sein Schaffen der 1910er- und 1920er Jahre ebenso prägen wie die in der „inneren Emigration“ entstandenen Arbeiten während der NS-Herrschaft, die farbenprächtigen Stillleben der 1950er-Jahre und schließlich das monumentale Spätwerk. Katharina Ferus wird uns wie immer kenntnisreich durch die Ausstellung führen.

FÜHRUNG Karl Schmidt-Rottluff: expressiv, magisch, fremd
LEITUNG Dr. Katahrina Ferus
TERMIN Donnerstag, 15. Februar 2018, 18.30 bis 20 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Bucerius Kunst Forum, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich