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Oldenburg: Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte und die Großherzogliche Gemäldegalerie

Tagesfahrt mit Dr. Ute Haug
08. April 2017

Das Oldenburger Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, das seinen Sitz im ehemaligen großherzoglichen Schloss hat, besitzt eine der bedeutendsten Altmeister-Sammlungen Norddeutschlands: Werke italienischer, niederländischer, französischer und deutscher Malerei vom 15. bis zum 18. Jahrhundert, darunter herausragende Werke von Lucas Cranach, Joos van Cleve, Jan van Scorel, Francesco Salviati, Bartholomäus Spranger, Frans Francken, Gerrit Willemsz. Heda, Jacob Jordaens, Guido Reni und Philipp Loutherbourg.

Der Bestand geht ursprünglich zurück auf die Sammlung des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (der „Goethe-Tischbein“, 1751–1829). Tischbein, der zuvor in Hamburg ansässig gewesen war, verkaufte seine Gemäldesammlung 1804 an den Oldenburger Herzog Peter Friedrich Ludwig. In den folgenden Jahrzehnten vergrößerte der Herzog die Sammlung mit Tischbeins Hilfe. Ab 1817 war die Gemäldegalerie im Schloss für Besucher geöffnet; 1867 zog sie schließlich in das eigens für diesen Zweck errichtete Augusteum um.

Mit dem Ende des Kaiserreichs und des Großherzogtums Oldenburg 1918 wurde die Großherzogliche Gemäldegalerie zerschlagen. Ein Teil wurde jedoch vom Freistaat Oldenburg für das neugegründete Landesmuseum erworben. Nach umfassender Sanierung in den letzten Jahren ist die Galerie Alte Meister heute wieder im Augusteum zu sehen.

Auf unserer Tagestour nach Oldenburg wollen wir uns der ehemals großherzoglichen Sammlung ausführlich widmen. Außerdem besichtigen wir die historischen Prunkräume im Oldenburger Schloss und unternehmen einen Abstecher ins Prinzenpalais, das die Galerie Neue Meister beherbergt, so unter anderem Gemälde der deutschen Romantik, der Worpsweder Künstlerkolonie, der „deutschen Impressionisten“ Liebermann, Corinth und Slevogt sowie der Brücke-Künstler.

LEITUNG Dr. Ute Haug, Dr. Anna Heinze
TERMIN Samstag, 8. April 2017
KOSTENBEITRAG 98 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 15 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn 2. Klasse ab/an Hamburg inkl. Reservierung, Eintritt, Führungen, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

Dr. Ute  Haug
Dr. Ute Haug
Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte und Geschichte in Aachen und Florenz. Seit 2000 an der Hamburger Kunsthalle; Leiterin der Provenienzforschung und des Archivs Hamburger Kunsthalle.
Dr. Anna Heinze
Dr. Anna Heinze
Studium der Kunstgeschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Kommunikationswissenschaften in Bamberg und Berlin. 2009 bis 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2014 Promotion zum Motiv des liegenden Frauenaktes in der Malerei der Renaissance. Von 2013 bis 2015 Volontärin an der Hamburger Kunsthalle, seit 2016 Kuratorin für Bildende Kunst und Kunstgewerbe am Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg.