Toggle Menu
#2399

Museum für Kunst und Gewerbe: Food Revolution 5.0 – Gestaltung für die Gesellschaft von morgen


29. September 2017 (16.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Essen kann vieles sein: Sinnbild für das Leben, Identitätsstiftung, Heimat. Folgt man dem Ethnologen Claude Levi-Strauss, so markiert das Kochen von Nahrung die erste kulturelle Handlung des Menschen und damit den Beginn von Zivilisation überhaupt. In der heutigen Überflussgesellschaft hat sich Essen allerdings zunehmend zum kreativen Selbstdarstellungsmittel und zur Ersatzreligion entwickelt. Auf der anderen Seite machen explosionsartig steigende Bevölkerungszahlen, Klimawandel und Umweltkatastrophen, Ressourcenknappheit, Hunger, Armut sowie geopolitische Krisen ein Umdenken zwingend notwendig.

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich das Museum für Kunst und Gewerbe mit einer der drängendsten Fragen des 21. Jahrhunderts: Wie gelingt es uns, bei immer knapper werdenden Ressourcen eine immer größere Anzahl von Menschen zu ernähren – und dies im Einklang mit dem Ökosystem Erde? Welche Konsequenzen ergeben sich für den Menschen und seine Essgewohnheiten? Wie sieht die Zukunft unserer Ernährung aus?

„Food Revolution 5.0“ wirft einen kritischen Blick auf die globale Nahrungsmittelindustrie und stellt über 30 internationale Wissenschaftler und Designer mit ihren Vorstellungen, Ideen und Entwürfen vor – von „Best Practice“-Beispielen bis zu spekulativen Zukunftsszenarien. In den vier Themenbereichen Farm, Markt, Küche und Tisch kommt dabei der gesamte Kreislauf von der Nahrungsmittelproduktion über Verpackung, Vertrieb und Konsum bis zur Entsorgung auf den Prüfstand.

Das niederländische Designstudio Makkink & Bey hat die Schau als multidisziplinäres, multimediales, künstlerisch-wissenschaftlich-spekulatives Laboratorium für neue Denk- und Praxismodelle gestaltet. Vivian Michalski, die das Ausstellungsprojekt mitkonzipiert hat, wird uns durch den Parcours geleiten.

FÜHRUNG Vivian Michalski, M. A.
TERMIN Freitag, 29. September 2017, 16 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 15 Euro inkl. Eintritt ins Museum für Kunst und Gewerbe, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich