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„Monet, Gauguin, van Gogh … Inspiration Japan.” Aus Anlass der Ausstellung im Museum Folkwang in Essen (nachmittags)

Seminar mit Dr. Alice Gudera
20. Oktober 2014 (14.30 Uhr - 17.00 Uhr)
Wir bieten dieses Seminar alternativ auch von 10.30 bis 13 Uhr an.

Der kaum zu überschätzende Einfluss der japanischen Kunst auf die Künstler des 19. und frühen 20. Jahrhunderts steht im Winter 2014/15 im Fokus einer groß angelegten Ausstellung im Essener Museum Folkwang. Der Blick richtet sich dabei insbesondere auf den Zeitraum von 1860 bis 1910, der Anfangs- und Hochphase der Rezeption japanischer Kunst in Frankreich – dem sogenannten „Japonisme“. Nachdem unsere Studienreise nach Essen schnell ausgebucht war, bieten wir zusätzlich eine vertiefende Beschäftigung mit dem faszinierenden Thema in Form eines Seminars an.

Die japanische Kunst ist für die Entwicklung der europäischen Moderne von grundlegender Bedeutung. Nahezu alle großen Meister von Manet, Degas, Cézanne, Monet bis Gauguin, van Gogh, Bonnard und Vuillard haben sich von japanischen Bildmotiven und Stilmitteln begeistern und inspirieren lassen. Ihre Faszination zeigt sich in vielerlei Hinsicht: Sie stellten aus Japan importierte Kunst und Gebrauchsgegenstände in ihren Werken dar, übernahmen japanische Bildsujets für die Darstellung ihrer eigenen Umwelt, und – weit folgenreicher – sie verinnerlichen die Kompositionsprinzipien des japanischen Holzschnitts. Vor allem Letzteres führte in Verbindung mit der europäischen Bildtradition und Erfahrungen der modernen Umwelt zu einem schöpferischen Prozess, der Ausdrucksformen hervorbrachte, die bis weit ins 20. Jahrhundert hinein nachwirken sollten. Die Künstler griffen die im Westen bis dahin unbekannte Form der „Parallelperspektive“ auf, ließen sich von den rasanten Diagonalen und freien Flächen zu ungewohnten Raumdarstellungen inspirieren, übernahmen die klare, intensive Farbgebung und übersetzten die eigenwillige Figurendarstellung der japanischen Vorbilder in ihre eigene Bildwelt.

Die Veranstaltung findet im Seminarraum statt.

 

 

 

 

 

 

 

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Montag, 20. Oktober 2014, 10.30 bis 13 Uhr; Montag, 20. Oktober 2014, 14.30 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich

 

 

 

 

 

 

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Studium der Kunstgeschichte und Anglistik in Bochum und Berlin, Promotion über ein Hauptwerk der mittelalterlichen Goldschmiedekunst. Mitarbeit an Ausstellungen, Publikationen über mittelalterliche Kunst sowie Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts. Freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen und der Freunde der Kunsthalle (www.alicegudera.de).