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Emil Nolde, der Hamburger Kunsthandel und sein besonderes Verhältnis zur Galerie Commeter

Vortrag mit Dr. Ute Haug
03. Dezember 2015 (19.00 Uhr - 20.30 Uhr)
keine Anmeldung notwendig
Karten im Vorverkauf an den Kassen der Hamburger Kunsthalle

1907 präsentierte die Galerie Commeter die erste Einzelausstellung der Werke Emil Noldes in Hamburg. Zwischen 1908 und 1936 waren Noldes Gemälde und Graphiken in insgesamt 13 weiteren Einzelausstellungen sowie in zahlreichen Gruppenausstellungen der ältesten Kunsthandlung Hamburgs zu sehen. Keinem anderen Künstler widmete die Galerie Commeter mehr Aufmerksamkeit – nicht einmal dem Norweger Edvard Munch, dessen Werke die Galerie bereits 1903 erstmals ausstellte und den sie dann später für wenige Jahre auch vertrat.

Mit der Aktion „Entarteten Kunst“ von 1937, in der tausende den nationalsozialistischen Machtinhabern unliebsame Kunstwerke, darunter auch die von Emil Nolde, aus den öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt wurden, scheint auch die Verbindung des Künstlers zur Galerie unterbrochen worden zu sein. Doch schon 1945, kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde der Kontakt unvermittelt wiederbelebt und führte 1947 sowie 1950 erneut zu Einzelausstellungen.

Wie kam es zu dieser langjährigen Monopolstellung der Galerie Commeter für die Präsentation von Noldes Werken? Was zeichnete die offenbar enge Verbindung aus? Gab es andere Hamburger Galerien, die sich ebenfalls um den Künstler bemühten? Und warum scheinen sie nicht gleichfalls erfolgreich gehandelt zu haben?

Am Beispiel der Beziehung zwischen Emil Nolde und der Galerie Commeter gibt der Vortrag einen Einblick in die Mechanismen des Kunsthandels und die Rezeption des Expressionismus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

VORTRAG Dr. Ute Haug
MODERATION Dr. Karin Schick
TERMIN Donnerstag, 3. Dezember 2015, 19 bis 20.30 Uhr
ORT Veranstaltungsraum der Galerie der Gegenwart
KOSTENBEITRAG 8 Euro, Studierende bis 30 Jahre 5 Euro
Karten im Vorverkauf an den Kassen der Hamburger Kunsthalle
keine Anmeldung erforderlich

Dr. Ute  Haug
Dr. Ute Haug
Studium der Kunstgeschichte, Baugeschichte und Geschichte in Aachen und Florenz, Dissertation über den Kölnischen Kunstverein im Nationalsozialismus. Volontariat an der Stiftung Museum Schloss Moyland, Bedburg-Hau. Seit 2000 an der Hamburger Kunsthalle, Leiterin der Provenienzforschung und des Archivs Hamburger Kunsthalle.