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Die Faszination des Alten Orients. Teil I: Irak / Syrien

Seminarreihe mit Dr. Sabina Franke
27. Mai 2016 - 24. Juni 2016 (15.30 Uhr - 17.30 Uhr)

Der Alte Orient – die Kulturen der Sumerer, Assyrer und Babylonier auf dem Gebiet des heutigen Irak und Syrien – fasziniert durch seine Fremdheit, aber auch durch die Nähe zur modernen Zivilisation.

Aus dieser Welt kennen wir über eine Million Tontafeln, auf denen seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. Mythen, Epen, Urkunden, Königsinschriften, Briefe, Hymnen und Gebete niedergeschrieben wurden. Bekannt sind Tausende von Kunstwerken wie Rollsiegel, Figuren, Stelen, Schmuck und bemalte oder verzierte Gefäße, riesige Palastanlagen aus Lehmziegeln, die mit kilometerlangen Wandreliefs und tonnenschweren Stierkolossen geschmückt waren, Tempelbauten, die sowohl religiöse als auch wirtschaftliche Funktion besaßen, ein differenziertes Rechts- und Verwaltungssystem, eine höchst effiziente Landwirtschaft, weitreichende Handelskontakte bis nach Afghanistan, in die Nordtürkei und an die Ostsee sowie diplomatische Korrespondenz mit den mächtigen Nachbarstaaten: ein immenser, bis heute nur teilweise gehobener Schatz.

Die Einführung widmet sich zunächst den Kulturen Iraks, der Wiege unserer Zivilisation, und den Methoden, wie das Leben in diesem eigentlich unwirtlichen Gebiet gemeistert wurde. Die Folgen der Schrifterfindung in der Stadt Uruk um 3300 v. Chr. werden ebenso Thema sein wie die großartigen Bauten der assyrischen Könige im 1. Jahrtausend v. Chr.

Im Anschluss geht es um die kulturelle Vielfalt in Syrien. Das umfangreiche Briefarchiv aus dem berühmten Palast von Mari (18./17. Jahrhundert v. Chr.) gibt Einblick in die persönlichen und diplomatischen Verhältnisse dieser Zeit. Vorstellungen von der Unterwelt und vom Umgang mit Verstorbenen, wie sie die Könige der Stadt Qatna beim heutigen Homs in ihrem Palast baulich umsetzten, zeigen die enge Verbindung von Religion und Architektur.

Die Reihe wird fortgesetzt.

LEITUNG Dr. Sabina Franke
TERMINE Freitag, 27. Mai 2016; Freitag, 24. Juni 2016, jeweils 15.30 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 36 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Sabina Franke
Dr. Sabina Franke
Studium der Altorientalistik, Arabistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft u.a. in Philadelphia, München und Hamburg. 1982-87 Ausgrabungen in Syrien. 1989-94 Assistentin an der Universität Würzburg. Seit 1992 in Schwerin. Seit 1994 Lehrbeauftragte (u. a. in Hamburg, Salzburg, Aarhus, HSU Hamburg), dazu Vorträge und Publikationen für allgemeines Publikum sowie archäologische Exkursionen in die Türkei.