Toggle Menu

Die Faszination des Alten Orients. Teil IV: Die Ästhetik der Keilschrift

Seminarreihe mit Dr. Sabina Franke
24. März 2017 - 21. April 2017 (15.30 Uhr - 17.30 Uhr)
nicht einzeln buchbar

Schrift war zu allen Zeiten nicht nur Kommunikationsmedium, sondern sie diente immer zugleich der ästhetischen Gestaltung. Dies gilt auch für den Alten Orient, die heutigen Länder Syrien und Iraq, wo man dank des unerschöpflichen Schreibmaterials Ton alles aufschreiben konnte – und dies auch tat.

Im ersten Teil wird erläutert, wie die Keilschrift entstand und welche Funktion sie in der altorientalischen Gesellschaft innehatte. Schüler lernten nicht nur zu lesen und zu schreiben, sondern gleichzeitig Regeln zur Anfertigung und Beschriftung von Tontafeln sowie der Orthographie. Da sich die Gelehrten auch mit Schriftgeschichte beschäftigten, waren sie in der außerdem in der Lage, ältere Texte so gut nachzuahmen, dass heutige Wissenschaftler lange die Authentizität dieser Inschriften angenommen haben.

Im zweiten Teil wird die Verwendung der Schrift im 1. Jahrtausend v. Chr. gezeigt. Auf den Reliefs der assyrischen Könige wurde sie zum einen ganz bewusst eingesetzt, um königliche Leistungen zu propagieren und diese den Göttern und Nachfahren zu vermitteln. Zum anderen entwickelte man ein neuartiges Schriftsystem, die sogenannten Astroglyphen, um die enge Verbindung des Herrschers mit den Himmelszeichen zu zeigen. Die Könige der neubabylonischen Zeit (612–539 v. Chr.) entwickelten wiederum ganz neue Techniken, um mit Schriftzeichen zu beeindrucken.

 

LEITUNG Dr. Sabina Franke
TERMINE Freitag, 24. März 2017; Freitag, 21. April 2017, jeweils 15.30 bis 17.30 Uhr (nicht einzeln buchbar)
KOSTENBEITRAG 36 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 8 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Dr. Sabina Franke
Dr. Sabina Franke
Studium der Altorientalistik, Arabistik und Vergleichenden Literaturwissenschaft u.a. in Philadelphia, München und Hamburg. 1982-87 Ausgrabungen in Syrien. 1989-94 Assistentin an der Universität Würzburg. Seit 1992 in Schwerin. Seit 1994 Lehrbeauftragte (u. a. in Hamburg, Salzburg, Aarhus, HSU Hamburg), dazu Vorträge und Publikationen für allgemeines Publikum sowie archäologische Exkursionen in die Türkei.