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Dänemarks Aufbruch in die Moderne. Die Sammlung Hirschsprung von Eckersberg bis Hammershøi

Kuratorenseminar mit Dr. Jenns Howoldt, Neela Struck, M. A.
11. Oktober 2013 - 11. Oktober 2013 (14.00 Uhr - 17.00 Uhr)
ausgebucht

In den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts vollzog sich innerhalb der dänischen Kunst die entscheidende Wende zur Moderne. Hatten sich die Künstler bis dahin überwiegend auf nationale Themen beschränkt, so gerät nun der Alltag der einfachen Bevölkerung in den Blick, ohne Idealismus und frei vom Pathos der Historienmalerei. Auf ihre Weise reflektiert die Kunst damit den umfassenden Modernisierungsprozess, der – wie anderswo auch – die dänische Gesellschaft zum Ende des 19. Jahrhunderts erfasst hatte.

Doch nicht nur das Leben auf dem Land oder in der Stadt wird einer neuen, realistischen Sichtweise unterzogen. Beeinflusst von der modernen französischen Kunst, namentlich den Malern von Barbizon, warfen Künstler wie Theodor Philipsen oder Joakim Skovgaard auch einen neuen Blick auf die heimatliche Landschaft. Ein besonderes Augenmerk entwickelten sie dabei für die Darstellung des Lichts und der Atmosphäre zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten.

Nirgendwo lässt sich Dänemarks Aufbruch in die künstlerische Moderne besser verfolgen als in der Kopenhagener Sammlung Hirschsprung, eine der hochrangigsten und zugleich umfangreichsten Kollektionen dänischer Malerei des 19. Jahrhunderts. Eine repräsentative Auswahl daraus ist ab September 2013 in der Hamburger Kunsthalle zu sehen. Alle bedeutenden Künstler sind vertreten: von den Malern des „Goldenen Zeitalters“ wie Christoffer Wilhelm Eckersberg oder Christen Købke bis zu den Impressionisten und Symbolisten wie Peder Severin Krøyer und Vilhelm Hammershøi. Damit bietet sich dem Besucher ein umfassender Überblick über die dänische Kunst von der zweiten Hälfte des 19. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, wie er so in Deutschland noch nie zu sehen war.

Das Seminar findet in der Ausstellung statt.

LEITUNG Dr. Jenns Howoldt, Neela Struck, M. A.
TERMIN Freitag, 11. Oktober 2013, 14 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich