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Das Bild der Welt und die Welt der Bilder – eine kleine Kunstgeschichte nach Bildgattungen. Teil I: Die Renaissance

Seminarreihe mit Rainer Donandt, M. A.
06. Dezember 2013 - 28. Februar 2014 (14.00 Uhr - 17.30 Uhr)
ausgebucht

„Die gut gemalte Rübe ist ebenso gut wie die gut gemalte Madonna“. Mit diesem Aperçu hat Max Liebermann eine mehrhundertjährige Tradition verabschiedet, nach der die Gattungen der Malerei in einem hierarchischen Verhältnis standen. Das Stillleben und mithin die gut gemalte Rübe rangierte demnach am unteren Ende dieser Skala, die Historienmalerei hingegen an erster Stelle. Das System der Gattungen bildete sich im Zuge der Renaissance heraus, wurde im Barock in seine strenge Form gebracht, und verlor seine unangefochtene Geltung erst an der Schwelle zur Moderne.

Zumindest als Bezugsrahmen ist es freilich bis in die Gegenwart relevant geblieben. Fröhliche Urständ feiert es geradezu in den populären Bildmedien, wo sich Fotografen wieder auf Porträts oder „Food“ spezialisieren, und wo der Genrefilm (Roadmovie, Western, Science Fiction) zu den Grundpfeilern der Kinoästhetik zählt. Es steckt also vielleicht mehr Sinn und Berechtigung in dem über Jahrhunderte selbstverständlichen Denken in Gattungen: Diese übersetzen das komplexe Bild der Welt in eine geordnete – und in ihren Konventionen immer schon ein Stück weit vertraute – Welt der Bilder.

Wir wollen uns zu Beginn der auf drei Teile angelegten Reihe mit den Anfängen der neuzeitlichen Gattungen in der Renaissance beschäftigen. Die Teile II und III widmen sich dann der Entwicklung des Gattungssystems im Zeitalter des Barock und seinen Transformationen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

I. Die Welt der Geschichte und die Welt des Heils – die Historienmalerei
II. Die Welt der Persönlichkeit – das Portrait
III. Die Welt als Kosmos und Natur – die Landschaft
IV. Die Welt des alltäglichen Lebens – das Genre

Die Veranstaltungen finden im Seminarraum statt.

LEITUNG Rainer Donandt, M. A.
TERMINE Freitag, 6. Dezember 2013; Freitag, 17. Januar, 14. Februar, 28. Februar 2014, jeweils 14 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 95 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 15 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich