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Gunter Reski. Bedeutung vor und nach der Häutung.

Künstlergespräch mit dem Edwin-Scharff-Preisträger 2013
12. Januar 2014 - 12. Januar 2014 (17.30 Uhr - 18.30 Uhr)

Bilder als Texte und Texte als Bilder: In Gunter Reskis Malereien hält sich beides die Waage. Reski, der Anfang der neunziger Jahre, zu einer Zeit, in der man eigentlich gerade mal wieder nicht gemalt hat, mit seiner künstlerischen, aber auch kuratorischen und kritischen Produktion angefangen hat, hält zwar am gemalten Bild fest. Doch öffnet er es in alle Richtungen.

Worte und Bilder vermischen „High“ und „Low“, Poesie und Propaganda. Comic und Werbung, Graphikdesign und Malerei sind die „Stilhöhen“, die er wirkungsvoll miteinander verzahnt. Wild gewellte Schriftzüge und teilweise regelrecht explosionsartig verzerrte Motive greifen einerseits die grelle Eindringlichkeit populärer Plakate auf, kommen andererseits aber immer auch als Malerei daher mit all dem, was diese an Bedeutung über die Jahrhunderte angesammelt hat: dem expressiven Pinselstrich, der virtuosen Farbigkeit, dem gekonnten Balancieren zwischen Raum und Fläche.

Beide scheinen einander zu beschleunigen und den Betrachter in einen regelrechten Schwindel zu versetzen, der zwischen Bild und Schrift hin- und herspringt und versucht, aus dem einen Aufschluss über das andere zu gewinnen – und umgekehrt. Man beginnt, Motive zu vergleichen, Sätze zusammenzustückeln, um dem Gesehenen einen Sinn abzuringen. Ein ganzes Repertoire an Referenzen tut sich auf, die sich gleichzeitig verstärken und ausbremsen. Und in der Mitte dieses Strudels taucht im Auge des Orkans die immer wieder aktuelle Frage nach dem Stand der Dinge auf: Wo steht die Malerei? Und: Ist unsere „Repertoirekultur“, wie Reski sie nennt, eigentlich modern oder postmodern?

Wir wollen anlässlich der Verleihung des Edwin-Scharff-Preises an Gunter Reski in der Sammlung Falckenberg mit dem Künstler über seine Arbeiten und den Stand der Dinge sprechen.

MODERATION Veronika Schöne, M. A.
TERMIN Sonntag, 12. Januar 2014, 17.30 bis 18.30 Uhr
KOSTENBETRAG 15 Euro inkl. Eintritt in die Sammlung Falckenberg, Studierende bis 30 Jahre 12 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich