Was sehen wir, wenn wir ein Porträt erblicken? Eine Person in ihrer unverwechselbaren Individualität? Wenn ja, meint dies ihr Äußeres oder auch ihre Persönlichkeit, ihren Charakter? Öffnet sich uns das gemalte Gegenüber in einem intimen Dialog, oder projiziert es eine soziale Rolle nach außen? Können uns die Dargestellten kraft ihres Auftritts im Bild eine Selbstwahrnehmung aufnötigen, so wie Gesten, Blicke und Haltungen die zwischenmenschlichen Beziehungen im realen Leben regulieren? Wirkt ein Porträt am Ende wie ein Spiegel, bei dessen Betrachtung wir vor allem auf uns selbst zurückgeworfen sind? Es sind solche Fragen, die die Entwicklung des neuzeitlichen Porträts seit seiner Entstehung vor rund 500 Jahren angetrieben haben: In immer neuen Formen hat diese Kunstgattung unsere sozialen Beziehungen reflektiert und mitbestimmt.
Teil I (Entdeckung des Individuums? Die Anfänge des neuzeitlichen Porträts): Freitag, 23. Januar 2026, 18 bis 19.15 Uhr
Teil II (Die hohe Kunst der Selbstdarstellung: Die Blüte der Porträtkunst im Zeitalter des Barock): Freitag, 6. Februar 2026, 18 bis 19.15 Uhr
Teil III (Individualität als Verhandlungssache: Das Porträt in der Moderne):
Die Moderne bringt eine Pluralisierung der gesellschaftlichen Normen und Autoritäten mit sich. Das Porträt wird jetzt zunehmend zum Medium von Selbstentwürfen und Selbstbehauptungen. Es kann, von gesellschaftlichen Funktionen entlastet, nun auch die Innenwelt der Psyche erkunden. Und es stellt sich dem gesellschaftlichen Konsens, an dem es über Jahrhunderte mitgearbeitet hatte, mitunter sogar schroff entgegen.
Was sehen wir, wenn wir ein Porträt erblicken? Eine Person in ihrer unverwechselbaren Individualität? Wenn ja, meint dies ihr Äußeres oder auch ihre Persönlichkeit, ihren Charakter? Öffnet sich uns das gemalte Gegenüber in einem intimen Dialog, oder projiziert es eine soziale Rolle nach außen? Können uns die Dargestellten kraft ihres Auftritts im Bild eine Selbstwahrnehmung aufnötigen, so wie Gesten, Blicke und Haltungen die zwischenmenschlichen Beziehungen im realen Leben regulieren? Wirkt ein Porträt am Ende wie ein Spiegel, bei dessen Betrachtung wir vor allem auf uns selbst zurückgeworfen sind? Es sind solche Fragen, die die Entwicklung des neuzeitlichen Porträts seit seiner Entstehung vor rund 500 Jahren angetrieben haben: In immer neuen Formen hat diese Kunstgattung unsere sozialen Beziehungen reflektiert und mitbestimmt.
Teil I (Entdeckung des Individuums? Die Anfänge des neuzeitlichen Porträts): Freitag, 23. Januar 2026, 18 bis 19.15 Uhr
Teil II (Die hohe Kunst der Selbstdarstellung: Die Blüte der Porträtkunst im Zeitalter des Barock): Freitag, 6. Februar 2026, 18 bis 19.15 Uhr
Teil III (Individualität als Verhandlungssache: Das Porträt in der Moderne):
Die Moderne bringt eine Pluralisierung der gesellschaftlichen Normen und Autoritäten mit sich. Das Porträt wird jetzt zunehmend zum Medium von Selbstentwürfen und Selbstbehauptungen. Es kann, von gesellschaftlichen Funktionen entlastet, nun auch die Innenwelt der Psyche erkunden. Und es stellt sich dem gesellschaftlichen Konsens, an dem es über Jahrhunderte mitgearbeitet hatte, mitunter sogar schroff entgegen.

