Von Gauguin bis Schmidt-Rottluff, von Feininger bis Klee, von George Grosz bis René Sintenis: Der Chemnitzer Margarine-Fabrikant Fritz Niescher (1889–1974) trug seit den 1920er-Jahren eine mit 520 Werken ebenso umfangreiche wie exquisite Kollektion moderner Kunst zusammen. Im Zentrum seiner Aufmerksamkeit standen die beiden konträren Künstlerpersönlichkeiten Ernst Barlach und Otto Dix, von denen er jeweils umfangreiche Werkgruppen erwarb. Zu Dix pflegte Niescher zudem eine enge persönliche Beziehung; insbesondere während der NS-Zeit unterstützte er den Maler durch Ankäufe und Porträtaufträge.
In Kooperation mit der Kunstsammlung Gera, die die Sammlung Niescher seit 2021 als Dauerleihgabe beherbergt, präsentiert das Ernst Barlach Haus nun eine Auswahl von 70 Arbeiten – ein Kaleidoskop der Klassischen Moderne zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit.
