Obwohl eine Generation älter und im klassischen Medium der Malerei tätig, zeigen sich in Maria Lassnigs Werk viele Gemeinsamkeiten mit den feministisch engagierten Künstlerinnen der 1960er- und 1970er-Jahre. Prägend war sicherlich Lassnigs Zeit in New York, wofür ihr Engagement im Projekt Women/Artist/Filmmakers Inc. stehen mag. Die Konzentration auf »Body Awareness-« bzw. »Körperbewusstseinsbilder«, also die beständige Auseinandersetzung mit dem (eigenen, weiblichen) Körper außerhalb patriarchaler Zuschreibungen teilt sie mit vielen Zeitgenossinnen in der Aktionskunst. In diesem Seminar sollen Parallelen zu Künstlerinnen wie Louise Bourgeois, Valie Export, Carolee Schneeman und anderen, aber auch Lassnigs Sonderstellung in diesem Zusammenhang aufgezeigt werden.
Ein Rundgang durch die Ausstellung Malfluss = Lebensfluss schließt sich an die Sitzung im Seminarraum an.

