Henri Rousseau, Eva im irdischen Paradies, um 1906/07, Öl auf Leinwand, 62 x 46 cm, Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, © SHK / Hamburger Kunsthalle/ bpk, Foto: Elke Walford
So., 12.7.2026
13 bis 16.30 Uhr
Hamburger Kunsthalle

Henri Rousseau: Im Dschungel der Moderne – anlässlich der Ausstellung im Musée de l’Orangerie in Paris

Seminar mit Dr. Alice Gudera

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Für alle Mitglieder
freie Plätze

Guillaume Apollinaire nannte den Maler Henri Rousseau (1844–1910) den »Uccello unseres Jahrhunderts«. Das Werk des Künstlers, der wegen seiner Tätigkeit beim Zoll auch als Zöllner und wegen seiner vereinfachenden Bildsprache als Naiver bezeichnet wurde, ist einzigartig und ikonisch. Besonders seine unverwechselbaren Dschungelbilder mit Raubtieren und mythischen Frauen wirken wie traumhafte Chiffren und waren in ihrer klaren, flächenhaften Formsprache für die Pariser Avantgarde um 1900 der Inbegriff dessen, was die Kunst der Moderne durch die bewusste Abkehr von jahrhundertlang tradierten Konventionen anstrebte. Es sind moderne Sensationen einer konstruierten, mythenhaft erscheinenden Welt, die ihre Anregungen der Flora und Fauna im Pariser Jardin des Plantes verdankt und doch einen eigenen künstlerischen Kosmos jenseits der sichtbaren Wirklichkeit entfaltet.

 
Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Alice Gudera ist Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Bremen und freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen, wo sie zuletzt als Co-Kuratorin an der Jubiläumsausstellung Geburtstagsgäste – Monet bis van Gogh. Gustav Pauli und der Kampf um die Moderne beteiligt war.
Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Alice Gudera ist Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Bremen und freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen, wo sie zuletzt als Co-Kuratorin an der Jubiläumsausstellung Geburtstagsgäste – Monet bis van Gogh. Gustav Pauli und der Kampf um die Moderne beteiligt war.