Als »Gängeviertel« wird das seit 2009 von Kulturschaffenden selbstverwaltete Neustadtquartier bezeichnet, das vorrangig aus einer gemischten Blockrand- und Terrassenbebauung des 19. Jahrhunderts besteht. Das unterscheidet es von den ursprünglichen Gängevierteln, deren Bauten, wie die am Bäckerbreitergang, teilweise auf das 17. Jahrhundert zurückgehen. Sie stellen den letzten Rest der armen Bevölkerungsschichten, migrantischen Gruppen und religiösen Minderheiten überlassenen, wohnungshygienisch bedenklichen Bebauung der Neustadt dar. Eine zurückliegende Geschichte der Vernachlässigung verbindet beide Stadtteilbereiche. An deren Rand verkörpert der ehemalige Verwaltungssitz des völkisch-antisemitischen Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes – das heutige Brahms Kontor – die Gegensätze der Neustadt.
Dipl.-Ing. Heiko Donsbach
Heiko Donsbach ist Architekt und Aktivist der ersten Stunde, Mitglied der Gängeviertel-Genossenschaft und dort in der Baukommission; als Architekt auch mit Sanierungsaufgaben im Bäckerbreitergang und Dragonerstall beschäftigt.
Dipl.-Ing. Heiko Donsbach
Heiko Donsbach ist Architekt und Aktivist der ersten Stunde, Mitglied der Gängeviertel-Genossenschaft und dort in der Baukommission; als Architekt auch mit Sanierungsaufgaben im Bäckerbreitergang und Dragonerstall beschäftigt.
Jörg Schilling ist Kunst- und Architekturhistoriker sowie Inhaber des Schaff-Verlags für Architekturvermittlung, in dem jüngst die Neuauflage des hamburger bauhefts (Nr. 18) zum Gängeviertel erschienen ist.
Jörg Schilling ist Kunst- und Architekturhistoriker sowie Inhaber des Schaff-Verlags für Architekturvermittlung, in dem jüngst die Neuauflage des hamburger bauhefts (Nr. 18) zum Gängeviertel erschienen ist.