Für Ewald Mataré (1887–1965), der als Maler begann und über den Holzschnitt und das Experimentieren mit Fundhölzern zur Bildhauerei fand, waren Tiere das zentrale Thema und Motiv. Aus der unmittelbaren Naturbeobachtung destillierte er seine zeichenhaft abstrahierten Skulpturen – immer auf der Suche nach einem Ausdruck für »Wesen« und »Essenz«. Dass Matarés stilisierende Formensprache die Kunst der Nachkriegsjahrzehnte so nachhaltig prägen konnte, hat auch mit seiner Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie zu tun: 1932 berufen, im Folgejahr als »entartet« entlassen, wurde er 1946 erneut Professor für Bildhauerei; zu seinen Schülern zählen Erwin Heerich, Joseph Beuys und Günter Haese.
Das Ernst Barlach Haus zeigt jetzt rund 70 plastische Werke und Arbeiten auf Papier aus dem Museum Kurhaus Kleve – kleine Kostbarkeiten von großer Ausdruckskraft.

