Sei es die hochglänzend polierte Bronze Vogel im Raum, die aufs Wesentliche reduzierte Schlafende Museoder der archaisch anmutende Kuss: Mit seinen auf die formale wie materielle Essenz konzentrierten Werken wurde der rumänisch-französische Bildhauer Constantin Brâncuși (1876–1957) zu einem Vorreiter der skulpturalen Abstraktion im 20. Jahrhundert.
Anlässlich seines 150. Geburtstags zeigt die Neue Nationalgalerie in Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou die erste umfassende Werkschau des Künstlers seit über 50 Jahren in Deutschland. Zu sehen sind mehr als mehr als 150 Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Filme und Archivmaterialien. Ergänzend besuchen wir am Nachmittag das Georg Kolbe Museum, wo eine Ausstellung der erhaltenen Skulpturen der konstruktivistischen Malerin und Bildhauerin Marlow Moss (1889–1958) dazu einlädt, eine weitere faszinierende Schlüsselfigur der abstrakten Kunst wiederzuentdecken.

