Im Deutschen Kaiserreich stießen neue künstlerische Strömungen wie Impressionismus oder Expressionismus lange auf Ablehnung. Eine Ausstellung im Bucerius Kunst Forum beleuchtet nun die zentrale Rolle, die jüdische Sammlerinnen und Sammler bei der Förderung moderner Kunst in Deutschland spielten – und arbeitet ihr Schicksal während des Nationalsozialismus auf. Exemplarisch werden 15 Sammlungen rekonstruiert und viele der heute weltweit verstreuten Meisterwerke wieder zusammengeführt. So bietet die Schau einerseits einen Überblick über die Kunst der Moderne vom Realismus bis zur Neuen Sachlichkeit, andererseits ermöglich sie die Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Schicksalen derjenigen, die ihr einst zur Anerkennung verhalfen – unter ihnen Max Emden, die Familie von Mendelssohn, Martha und Hugo Nathan oder Rosa Schapire.

