Der Gewalt in der Welt scheint gegenwärtig keine Grenze mehr gesetzt: Medial, verbal oder körperlich dringt sie in jeden Winkel unseres Alltags vor. Vor diesem Hintergrund erkundet die Ausstellung der Sammlung Falckenberg im Rahmen der Phototriennale anhand von rund 170 Arbeiten von 80 Künstlerinnen und Künstlern, wie sich entlang der Entwicklung zeitgenössischer Kunst auch eine Geschichte der Gegenkultur erzählen lässt. Inspiriert ist die Präsentation von dem außergewöhnlich mutigen Leben und Werk der surrealistischen Fotografin und Autorin Claude Cahun (1894–1954); der Titel der Schau lehnt sich an das Gedicht The Inward Morning des amerikanischen Schriftstellers Henry David Thoreau (1817–1862) an, eines Vordenkers des zivilen Ungehorsams, dessen Ideen die amerikanische Counterculture-Bewegung der 1960er- und 1970er-Jahre stark beeinflusst haben.

