»Sämtliche Einwohner sind Kaufleute«, bemerkte 1346 ein überraschter Besucher aus Florenz. Eine ehemals randständige byzantinische Provinzstadt stieg zur führenden Kolonial- und Handelsmacht im Mittelmeer auf: Venedig war jahrhundertelang der wichtigste Umschlagplatz Europas, Knotenpunkt zwischen Orient und Okzident, Seemacht und Kunstmetropole. An den Ufern des Canal Grande wetteiferten die Patrizier seit dem 11. Jahrhundert darum, wer den prächtigsten Palast errichtete – aber die Pest, von der Venedig mehrfach heimgesucht wurde, traf auch die Reichen. Im 14. Jahrhundert feierte der italienische Dichter Petrarca Venedig als »Hort der Freiheit«. Doch obwohl die Stadt Vertriebenen Zuflucht gewährte, wurde ausgerechnet hier das Ghetto erfunden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts politisch und wirtschaftlich geschwächt, wurde die Serenissima schließlich in der Moderne zum Sehnsuchtsort von Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihren Werken wiederum zum Mythos Venedig beitrugen.
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).