Deichtorhallen Hamburg, Sammlung Falckenberg: Charlotte March. Fotografin (Führung)

mit
Dr. des. Veronika Schöne

Termin:
Samstag, 20. August 2022
10.00 bis 11.30 Uhr
Kostenbeitrag:
20 Euro inkl. Eintritt in die Sammlung Falckenberg, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
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Die Hamburger Modefotografin Charlotte March (1929–2005) gehörte zur Avantgarde. Sie hat für die großen Magazine wie Elle, Vogue Italia, Vanity Fair und Harper‘s Bazaar gearbeitet und regelmäßig in der höchst ambitionierten Zeitschrift twen publiziert. Sie verstand es, Noblesse mit Nonchalance zu verbinden, perfekte Komposition mit kesser Präsentation. Ihr Frauenbild ist frisch, ihre Models sind keine Kleiderständer, sondern immer auch Persönlichkeiten, die sie porträtiert. Sie arbeitet am Zeitgeist, ohne vordergründig zeitgeistig zu sein, sie verändert das Frauenbild, ohne emanzipatorisches Kriegsgeheul anzustimmen. 1977 unterbreitete sie mit dem Fotobuch Mann, oh Mann! dem erstaunten Publikum gar einen Vorschlag zur Emanzipation des attraktiven Mannes. Besonders berückend sind ihre nahezu unbekannten frühen Fotografien der 1950er-Jahre, Studien und Szenen aus Hamburg und Ischia. In der Sammlung Falckenberg ist jetzt im Rahmen der Phototriennale eine erste umfangreiche Werkschau zu sehen. Veronika Schöne wird uns diese wunderbare Entdeckung vorstellen.
Die Hamburger Modefotografin Charlotte March (1929–2005) gehörte zur Avantgarde. Sie hat für die großen Magazine wie Elle, Vogue Italia, Vanity Fair und Harper‘s Bazaar gearbeitet und regelmäßig in der höchst ambitionierten Zeitschrift twen publiziert. Sie verstand es, Noblesse mit Nonchalance zu verbinden, perfekte Komposition mit kesser Präsentation. Ihr Frauenbild ist frisch, ihre Models sind keine Kleiderständer, sondern immer auch Persönlichkeiten, die sie porträtiert. Sie arbeitet am Zeitgeist, ohne vordergründig zeitgeistig zu sein, sie verändert das Frauenbild, ohne emanzipatorisches Kriegsgeheul anzustimmen. 1977 unterbreitete sie mit dem Fotobuch Mann, oh Mann! dem erstaunten Publikum gar einen Vorschlag zur Emanzipation des attraktiven Mannes. Besonders berückend sind ihre nahezu unbekannten frühen Fotografien der 1950er-Jahre, Studien und Szenen aus Hamburg und Ischia. In der Sammlung Falckenberg ist jetzt im Rahmen der Phototriennale eine erste umfangreiche Werkschau zu sehen. Veronika Schöne wird uns diese wunderbare Entdeckung vorstellen.
Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, ADVANCED und seit August 2019 für die Programmsparte @ART. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.
Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, ADVANCED und seit August 2019 für die Programmsparte @ART. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.