Malerei in Russland vom Impressionismus bis zum Symbolismus (Online-Vortragsreihe, Teil II)

mit
Dr. Katrin Schmersahl

Termin:
Sonntag, 17. Dezember 2023
11.00 bis 15.00 Uhr
Kostenbeitrag:
12 Euro pro Termin, Studierende bis 30 Jahre 8 Euro (einzeln buchbar)
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Dass die russische Avantgarde nur durch die Berührung mit dem französischen Impressionismus quasi aus dem Nichts entstand, ist ein vielbeschworener Mythos. Tatsächlich modifizierten die vielen russischen Künstlern und (wenigen) Künstlerinnen über drei Generationen hinweg die Anregungen aus Frankreich und verbanden die neue Art des Sehens mit traditionellen russischen Motiven. Unsere Zeitreise beginnt bei den ersten Vermittlern französischer Kunst wie Wassily Polenow und Ilja Repin, die als Lehrer wiederum die nächste Generation beeinflussten. Unter ihnen war Walentin Serow, dessen Mädchen mit Pfirsichen aus dem Jahr 1887 zu einem Meilenstein für die gesamte russische Kunst wurde, weil es die Wende vom kritischen Realismus zum poetischen Naturalismus bzw. zum Impressionismus markiert.


Teil II (Symbolismus: Vergangene Träume und neue Propheten):

Michail Nesterows Vision des Knaben Bartholomäus (1898) gilt als das Eröffnungswerk der symbolistischen Bewegung in Russland. Zuvor hatte Wictor Wasnezow mit seinen Motiven aus der russischen Sagen- und Märchenwelt den Übergang zu einer neuen Epoche der Kunst gebahnt. Und während Wiktor Borissow-Mussatow in seinen nostalgischen Bildern eine harmonische Vergangenheit beschwor und engelsgleiche Frauengestalten auf die Leinwand bannte, steht der zweite große russische Symbolist eher für das Dunkle und Dämonische: Michael Wrubel wollte hinter dem banalen Alltag eine andere, tiefere innere Wirklichkeit aufdecken, die er in einer geheimnisvollen, lumineszierenden Malerei zum Ausdruck brachte, in der sich dekorative und expressive Züge miteinander verbinden.

Der Online-Vortrag dauert ca. 1:15 Std. und ist zwischen 11 und 15 Uhr online abrufbar.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, stabile Internet-Verbindung. Abruf des Vortrags über die Videoplattform Vimeo mit dem in der Teilnahmebestätigung versendeten Link und Passwort.

Teil III (Ausnahmekünstler): Sonntag, 4. Februar 2024

Dass die russische Avantgarde nur durch die Berührung mit dem französischen Impressionismus quasi aus dem Nichts entstand, ist ein vielbeschworener Mythos. Tatsächlich modifizierten die vielen russischen Künstlern und (wenigen) Künstlerinnen über drei Generationen hinweg die Anregungen aus Frankreich und verbanden die neue Art des Sehens mit traditionellen russischen Motiven. Unsere Zeitreise beginnt bei den ersten Vermittlern französischer Kunst wie Wassily Polenow und Ilja Repin, die als Lehrer wiederum die nächste Generation beeinflussten. Unter ihnen war Walentin Serow, dessen Mädchen mit Pfirsichen aus dem Jahr 1887 zu einem Meilenstein für die gesamte russische Kunst wurde, weil es die Wende vom kritischen Realismus zum poetischen Naturalismus bzw. zum Impressionismus markiert.


Teil II (Symbolismus: Vergangene Träume und neue Propheten):

Michail Nesterows Vision des Knaben Bartholomäus (1898) gilt als das Eröffnungswerk der symbolistischen Bewegung in Russland. Zuvor hatte Wictor Wasnezow mit seinen Motiven aus der russischen Sagen- und Märchenwelt den Übergang zu einer neuen Epoche der Kunst gebahnt. Und während Wiktor Borissow-Mussatow in seinen nostalgischen Bildern eine harmonische Vergangenheit beschwor und engelsgleiche Frauengestalten auf die Leinwand bannte, steht der zweite große russische Symbolist eher für das Dunkle und Dämonische: Michael Wrubel wollte hinter dem banalen Alltag eine andere, tiefere innere Wirklichkeit aufdecken, die er in einer geheimnisvollen, lumineszierenden Malerei zum Ausdruck brachte, in der sich dekorative und expressive Züge miteinander verbinden.

Der Online-Vortrag dauert ca. 1:15 Std. und ist zwischen 11 und 15 Uhr online abrufbar.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, stabile Internet-Verbindung. Abruf des Vortrags über die Videoplattform Vimeo mit dem in der Teilnahmebestätigung versendeten Link und Passwort.

Teil III (Ausnahmekünstler): Sonntag, 4. Februar 2024

Dr. Katrin Schmersahl
Dr. Katrin Schmersahl
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).
Dr. Katrin Schmersahl
Dr. Katrin Schmersahl
Studium der Geschichte und Literaturwissenschaft in Tübingen und Hamburg, promovierte Historikerin. Teilnahme am Forschungsprojekt „Geschlechtergeschichte der Politik“; wissenschaftliche Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Hamburg. Seit Jahren in der Erwachsenenbildung engagiert und begeisterte „Elbläuferin“ und Parkführerin (www.elbblicke.de). Jüngste Veröffentlichungen u. a.: „Hamburger Elbblicke. Die Geschichte der Parks, Landhäuser und Familien entlang der Elbchaussee“ sowie gemeinsam mit Jürgen Weber „Spaziergänge am Elbufer und durch die Parks“ (beide 2012).