Lange galten »Hofzwerge«, wie wir sie etwa aus den Porträts von Velázquez kennen, in der Literatur unisono als entrechtete Narren. Doch hält diese Lesart neuen Forschungen nicht stand. Vielmehr bot ihnen ihre Kleinwüchsigkeit – als Wunder Gottes interpretiert – oftmals die Chance zum sozialen Aufstieg. So bekleideten sie das Amt des »Kammerzwergs« oder der »Kammerzwergin«, einige avancierten gar selbst zu viel beachteten Künstlern. Was aus heutiger Perspektive befremdlich erscheinen mag, war an vielen Höfen bis weit ins 18. Jahrhundert fest etabliert: Für den Adel waren »Hofzwerge«, Männer wie Frauen, bis um 1800 ständige Begleiter und wichtige Statusattribute. Doch auch abseits der Höfe gab es sie. Insbesondere auf niederländischen und venezianischen Genrebildern und Stadtpanoramen finden wir Kleinwüchsige, häufig als Schaustellerinnen und Schausteller.
Lange galten »Hofzwerge«, wie wir sie etwa aus den Porträts von Velázquez kennen, in der Literatur unisono als entrechtete Narren. Doch hält diese Lesart neuen Forschungen nicht stand. Vielmehr bot ihnen ihre Kleinwüchsigkeit – als Wunder Gottes interpretiert – oftmals die Chance zum sozialen Aufstieg. So bekleideten sie das Amt des »Kammerzwergs« oder der »Kammerzwergin«, einige avancierten gar selbst zu viel beachteten Künstlern. Was aus heutiger Perspektive befremdlich erscheinen mag, war an vielen Höfen bis weit ins 18. Jahrhundert fest etabliert: Für den Adel waren »Hofzwerge«, Männer wie Frauen, bis um 1800 ständige Begleiter und wichtige Statusattribute. Doch auch abseits der Höfe gab es sie. Insbesondere auf niederländischen und venezianischen Genrebildern und Stadtpanoramen finden wir Kleinwüchsige, häufig als Schaustellerinnen und Schausteller.

