Malerei in Wind und Wetter. Edvard Munchs einzigartiges Bildverständnis (Vortrag)

mit
Prof. Dr. Uwe M. Schneede

Termin:
Sonntag, 26. April 2026
12.00 bis 13.30 Uhr
Kostenbeitrag:
15 Euro, ermäßigt bis 25 Jahre 10 Euro

»Ein gutes Bild mit 10 Löchern ist besser als 10 schlechte Bilder ohne Löcher.« (Edvard Munch)

Zahlreiche Werke von Edvard Munch weisen Löcher und Risse auf; es finden sich Kratzer, Farbspritzer und Wachstropfen, aber auch Stock- und Wasserflecken sowie Spuren von Vogeldreck. Das ist zwar zufallsbedingt, aber zugleich gewollt. Munch pflegte mit seinen Gemälden einen ganz und gar ungewöhnlichen Umgang. Er ließ das Einwirken der Natur auf die Bilder zu, ja er provozierte es sogar. Erst dadurch gewannen sie aus seiner Sicht ihre spezielle Qualität und Aura. In Ekely bei Oslo baute sich Munch zu diesem Zweck gleich mehrere Freiluftateliers, wie Fotos und zeitgenössische Berichte bezeugen. Im Vortrag soll das zugrunde liegende epochale Verständnis vom offen gehaltenen Werk erörtert werden.

Karten im Museumsshop sowie im Onlineshop unter freunde-shop.de (keine Abendkasse)

»Ein gutes Bild mit 10 Löchern ist besser als 10 schlechte Bilder ohne Löcher.« (Edvard Munch)

Zahlreiche Werke von Edvard Munch weisen Löcher und Risse auf; es finden sich Kratzer, Farbspritzer und Wachstropfen, aber auch Stock- und Wasserflecken sowie Spuren von Vogeldreck. Das ist zwar zufallsbedingt, aber zugleich gewollt. Munch pflegte mit seinen Gemälden einen ganz und gar ungewöhnlichen Umgang. Er ließ das Einwirken der Natur auf die Bilder zu, ja er provozierte es sogar. Erst dadurch gewannen sie aus seiner Sicht ihre spezielle Qualität und Aura. In Ekely bei Oslo baute sich Munch zu diesem Zweck gleich mehrere Freiluftateliers, wie Fotos und zeitgenössische Berichte bezeugen. Im Vortrag soll das zugrunde liegende epochale Verständnis vom offen gehaltenen Werk erörtert werden.

Karten im Museumsshop sowie im Onlineshop unter freunde-shop.de (keine Abendkasse)

Prof. Dr. Uwe M. Schneede
Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Archäologie in Kiel und München. 1968 bis 1973 Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, 1973 bis 1985 Direktor des Kunstvereins in Hamburg, anschließend Professor für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1991 bis 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle. Seither als freier Kurator und Autor tätig; 2015 Berufung zum ehrenamtlichen Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg.
Prof. Dr. Uwe M. Schneede
Studium der Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Archäologie in Kiel und München. 1968 bis 1973 Direktor des Württembergischen Kunstvereins Stuttgart, 1973 bis 1985 Direktor des Kunstvereins in Hamburg, anschließend Professor für Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1991 bis 2006 Direktor der Hamburger Kunsthalle. Seither als freier Kurator und Autor tätig; 2015 Berufung zum ehrenamtlichen Mitglied des Vorstands der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg.