Den Garten der Lüste schuf Hieronymus Bosch (um 1450–1516) höchstwahrscheinlich 1503 anlässlich der Hochzeit Heinrichs III. von Nassau-Breda. Im Brüsseler Palast diente das fulminante Werk als Hochzeits- und Ehespiegel von innovativer Finesse. Nie zuvor wurde die christliche Vorstellung von der Erschaffung des Menschen über seine Begierden, Freuden und Irrungen bis zur Vision der Hölle in einer derart phantasiereichen Bildsprache geschildert.
In einer unnachahmlichen Kombination aus Wirklichkeitstreue und Erfindung entfaltet Bosch die großen Themen seiner Zeit: Verführbarkeit, Sünde und Bußfertigkeit. Mittelalterliche Traditionen verschmelzen in genialer Weise mit einer neuartigen Sicht auf die Welt um 1500, und dies vor der religiösen, kulturellen und politischen Folie s’Hertogenboschs, der Geburts- und Wirkungsstätte des Künstlers.
Den Garten der Lüste schuf Hieronymus Bosch (um 1450–1516) höchstwahrscheinlich 1503 anlässlich der Hochzeit Heinrichs III. von Nassau-Breda. Im Brüsseler Palast diente das fulminante Werk als Hochzeits- und Ehespiegel von innovativer Finesse. Nie zuvor wurde die christliche Vorstellung von der Erschaffung des Menschen über seine Begierden, Freuden und Irrungen bis zur Vision der Hölle in einer derart phantasiereichen Bildsprache geschildert.
In einer unnachahmlichen Kombination aus Wirklichkeitstreue und Erfindung entfaltet Bosch die großen Themen seiner Zeit: Verführbarkeit, Sünde und Bußfertigkeit. Mittelalterliche Traditionen verschmelzen in genialer Weise mit einer neuartigen Sicht auf die Welt um 1500, und dies vor der religiösen, kulturellen und politischen Folie s’Hertogenboschs, der Geburts- und Wirkungsstätte des Künstlers.

