»Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens« (Seminar)
Termin:
Samstag, 16. Mai 2026
13.00 bis 16.30 Uhr
Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
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Neben der Schau in der Hamburger Kunsthalle ist Edvard Munch in diesem Frühjahr in einer weiteren großen Doppelausstellung präsent: Das Dresdner Albertinum stellt sein Werk demjenigen von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gegenüber – Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Pionierin der frühen Moderne. Begegnet sind sie sich zu Lebzeiten wohl nicht; kunsthistorisch ist der Dialog aber höchst aufschlussreich, fanden beide doch vergleichbare Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit. Angesichts eines enormen technischen Fortschritts und gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche richteten Modersohn-Becker wie Munch ihren Blick auf das vermeintlich Wesentliche: den Menschen in seiner kreatürlichen Existenz. Geburt und Tod, Jugend, Alter und Krankheit sind die Themen, in denen sich das Werk beider berührt – nicht zufällig eint sie die Begeisterung für die um 1900 omnipräsente Lebensreformbewegung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie diese Themen in einer radikal vereinfachten Formensprache zum Ausdruck brachten, in der sich ihre Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, der Kunst eines Cezanne, Gauguin und van Gogh spiegelt.

Neben der Schau in der Hamburger Kunsthalle ist Edvard Munch in diesem Frühjahr in einer weiteren großen Doppelausstellung präsent: Das Dresdner Albertinum stellt sein Werk demjenigen von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gegenüber – Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Pionierin der frühen Moderne. Begegnet sind sie sich zu Lebzeiten wohl nicht; kunsthistorisch ist der Dialog aber höchst aufschlussreich, fanden beide doch vergleichbare Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit. Angesichts eines enormen technischen Fortschritts und gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche richteten Modersohn-Becker wie Munch ihren Blick auf das vermeintlich Wesentliche: den Menschen in seiner kreatürlichen Existenz. Geburt und Tod, Jugend, Alter und Krankheit sind die Themen, in denen sich das Werk beider berührt – nicht zufällig eint sie die Begeisterung für die um 1900 omnipräsente Lebensreformbewegung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie diese Themen in einer radikal vereinfachten Formensprache zum Ausdruck brachten, in der sich ihre Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, der Kunst eines Cezanne, Gauguin und van Gogh spiegelt.

Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Alice Gudera ist Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Bremen und freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen, wo sie zuletzt als Co-Kuratorin an der Jubiläumsausstellung Geburtstagsgäste – Monet bis van Gogh. Gustav Pauli und der Kampf um die Moderne beteiligt war.
Dr.  Alice  Gudera
Dr. Alice Gudera
Alice Gudera ist Kunsthistorikerin, Lehrbeauftragte an der Universität Bremen und freie Mitarbeiterin der Kunsthalle Bremen, wo sie zuletzt als Co-Kuratorin an der Jubiläumsausstellung Geburtstagsgäste – Monet bis van Gogh. Gustav Pauli und der Kampf um die Moderne beteiligt war.