Toggle Menu
#2662

Eine Trias der Erneuerung? Neues Altona, Neu-Altona und Neue Mitte Altona. Stadtplanungen und Visionen für Altona im langen 20. Jahrhundert

Stadtrundgang mit Dr. Sylvia Necker
23. Juni 2018 (15.00 Uhr - 18.30 Uhr)

Eine „Neue Mitte“ soll entstehen, mitten in Altona. Ein hoch verdichtetes Viertel auf dem ehemaligen Gleisgelände der Bahn. Das größte Stadtentwicklungsgebiet nach der HafenCity ist immerhin halb so groß wie die Außenalster. Und es soll wegweisend sein für die Zukunft, zeigen, wie wir leben wollen: urban und grün, verdichtet und aufgelockert, attraktiv für alle und für jeden erschwinglich, garantiert durch den bewährten Drittelmix aus Eigentum, Miet- und Sozialwohnungen. Schon sind die ersten Bewohner eingezogen, der Stadtteil nimmt langsam Gestalt an.

Doch ist die „Neue Mitte Altona“ wirklich so neu? Vergleicht man die städtebaulichen Großprojekte für Altona im 20. Jahrhundert, stößt man auf fast identische Vokabeln: Gustav Oelsner nannte seine Visionen für die Stadt direkt neben Hamburg in den 1920er Jahren „Neues Altona“, dreißig Jahre später fertigte Ernst May bunte Zeichnungen für ein „Neu-Altona“ als größtes zusammenhängendes Wiederaufbauprojekt Hamburgs, und zu Beginn des 21. Jahrhunderts sollen nun der Sackbahnhof Altonas und seine Gleisflächen zu neuer Blüte in eine „Neue Mitte Altona“ transformiert werden.

Ob wirklich alles so neuartig und sensationell war, wie uns die zeitgenössischen Planungsunterlagen aller drei Großprojekte glauben machen wollen, ist dann doch zu überprüfen. Vergleichend und neugierig wollen wir durch Altonas Stadtraum gehen und die Planungen in die stadtplanerischen Ideenwelten des langen 20. Jahrhunderts einordnen: Welche Vorstellungen von Wohnen lagen den jeweiligen Planungen zugrunde? Wie sollte der Verkehr geführt werden? Welche Rolle spielte das Grün in der Stadt? So wollen wir das Erneuerungspotential der „Neuen Mitte Altona“ besser einordnen.

RUNDGANG Eine Trias der Erneuerung? Neues Altona, Neu-Altona und Neue Mitte Altona
LEITUNG Dr. Sylvia Necker, Begleitung: Dr. des. Veronika Schöne
TERMIN Samstag, 23. Juni 15 bis 18.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 28 Euro, Studierende bis 30 Jahre 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Dr.  Sylvia Necker
Dr. Sylvia Necker
Sylvia Necker hat Geschichte, Soziologie, Politikwissenschaften und Kunstgeschichte in Hamburg studiert. Nach beruflichen Stationen in Hamburg und Kiel sowie am Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung in Erkner seit 2014 Kuratorin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Dokumentation Obersalzberg in Berchtesgaden. Dissertation über das Hamburger Architekturbüro Gutschow; Ausstellungen, Vorträge, Führungen und Seminare zur Architektur- und Stadtgeschichte sowie zur jüdischen Geschichte.