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Nolde in Hamburg

Dr. Karin Schick
10. Dezember 2015 (18.30 Uhr - 20.00 Uhr)

Emil Nolde, das sind weite Landschaften unter hohem nordischen Himmel, glühende Farben blühender Blumen und fiebrige Stimmungen religiöser Bilder. Der Garten in Seebüll, die Weite der friesischen Landschaft waren seine Inspirationsquellen. Natur, nicht Architektur, Land, nicht Stadt hatten es ihm angetan.

Und der Hamburger Hafen, aus dem er bei diversen Aufenthalten zahlreiche Motive schöpfte. Vor allem aber war die Hansestadt wichtig für seine Karriere. Seit 1907 feierte er in Hamburg erste Ausstellungserfolge in Galerien, fand mit Persönlichkeiten wie Gustav und Luise Schiefler, Martha und Paul Rauert, Rosa Schapire, Gustav Pauli und Carl Georg Heise Freunde, Förderer und Sammler seiner Kunst und in der Kunsthalle einen dauerhaften Ort für sein Werk. Diese Verbindungen hat er während eines mehrwöchigen Aufenthalts im Jahr 1910 entscheidend gefestigt.

Die Bezüge zwischen Leben und Werk, Kunst und Gesellschaft sind Ausgangspunkt der Ausstellung Nolde in Hamburg, die anhand von über 200 Werken nicht nur die Rolle der Hansestadt für Nolde beleuchtet, sondern auch seine Rezeption wie etwa die Verfemung der Moderne während der Nazizeit, die sich u.a. anhand der wechselvollen Geschichte der Hamburger Kunsthalle nachvollziehen lässt.

KURATORENFÜHRUNG Nolde in Hamburg
LEITUNG Dr. Karin Schick
TERMIN Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18.30 bis 20 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 9 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)

Dr.  Karin Schick
Dr. Karin Schick
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Germanistik in Tübingen und Boston. Von 1998 bis 2000 wissenschaftliche Assistentin an der Hamburger Kunsthalle, ab 2003 Kuratorin für die Klassische Moderne und das 19. Jahrhundert sowie stellvertretende Direktorin am Kunstmuseum Stuttgart. 2006 bis 2012 Direktorin des Kirchner Museum Davos; seit Dezember 2012 Kuratorin für die Klassische Moderne an der Hamburger Kunsthalle.