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Hokusai x Manga. Japanische Popkultur seit 1680


14. Juli 2016 (18.30 Uhr - 20.00 Uhr)
abgesagt

Wenn man sich die alte japanische Kultur anschaut mit ihrer eleganten Ästhetik, ihrer äußersten Disziplin und Zurücknahme und ihrer Philosophie der Gelassenheit, fragt man sich unwillkürlich, wie die grelle Mangakultur entstehen konnte. Eine hochinteressante Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe geht nun unter dem Titel Hokusai x Manga genau dieser Frage nach und knüpft gleiche einen ganzen Strang von Verbindungen zwischen dem alten und dem neuen Japan.

Für frühe japanische Künstler wie Katsushika Hokusai, den Schöpfer der großen Welle, waren dies aktuelle Themen ihrer Zeit: Helden und Geister, Stars und Sternchen, der Rummel um das Kabuki-Theater und die Kurtisanen, aber auch das neue Reisefieber verlangte nach entsprechender Visualisierung. Daraus resultierte eine Massenproduktion an Holzschnitten und die Entstehung neuer Publikationsformen. Aus illustrierten Büchern entwickelten sich populäre Bildgeschichten, die – wie die modernen Comics – in kleinen Heften zu erschwinglichen Preisen unters Volk gebracht wurden.

Die Entstehung der Populärkultur ist also keineswegs ein ausschließlich modernes Phänomen, sondern lässt sich ins späte 17. Jahrhundert zurückdatieren. Sogar die Formen der kleinen Geister, großen Helden und grotesken Monster wirken wie eine Vorwegnahme der heutigen Mangafiguren. Simon Klingler, der die Ausstellung gemeinsam mit der Kuratorin für ostasiatische und islamische Kunst, Nora von Achenbach eingerichtet hat, wird uns aus seiner modernen Perspektive die Geburt des Mangas im alten Japan erschließen.

FÜHRUNG Hokusai x Manga. Japanische Popkultur seit 1680
LEITUNG Simon Klingler
TERMIN Donnerstag, 14. Juli 2016, 18.30 bis 20 Uhr
ORT Museum für Kunst und Gewerbe
KOSTENBEITRAG 18 Euro, ermäßigt 15 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro (inkl. Eintritt)