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Kunst im öffentlichen Raum, Teil II: Kontroversen und Konflikte

Charlotte Brinkmann, M. A.
19. April 2016 (18.00 Uhr - 20.30 Uhr)

Hamburg ist international bekannt für sein mutiges Programm „Kunst im öffentlichen Raum“. Finanziert durch Senatsmittel und verantwortet von einer unabhängigen Kunstkommission, entstanden seit 1981 mehrere hundert Werke, oft nur für einen befristeten Zeitraum. Sie sollten weder gefällig noch repräsentativ sein, sondern die Stadt kritisch erkunden, ihr Publikum herausfordern und die Möglichkeiten öffentlicher Kunst neu ausloten.

Auf Betreiben von Künstlern und Kulturschaffenden löste das Programm „Kunst im öffentlichen Raum“ per Senatsbeschluss die bis dahin geltende Verordnung „Kunst am Bau“ ab. Damit waren Ausgaben für Kunstwerke im städtischen Raum erstmals nicht mehr an Bausummen und den Geschmack der Bauträger gebunden, sondern ermöglichten experimentelle Projekte, ambitionierte Aufträge und größere Ankäufe – durchaus mit dem Anspruch, den internationalen Entwicklungen aktueller Kunst zu folgen und sie in den öffentlichen Stadtraum zu integrieren.

Nachdem der erste Rundgang den Schwerpunkt auf die Geschichte und Konzepte des Programms gelegt hat, widmen wir uns auf dem zweiten Rundgang verstärkt den Konflikten und Kontroversen einzelner Arbeiten. Nicht immer traf die ausgewählte Kunst auf offenes Verständnis und breites Interesse beim Stadtpublikums. Manches wurde bereits im Vorfeld verhindert, anderes musste wieder abgebaut werden und wurde doch später vermisst. Auf unserem Weg entlang der Kunstmeile begegnen wir mit Stefan Balkenhol, Richard Serra und Laurence Weiner einigen großen Namen und am Ende erfolgreichen Objekten, aber auch einigen verloschenen oder noch glühenden Konfliktherden, wie etwa der „Platzgestaltung Spadenteich“ von Horst Hellinger und den „Pflanzeninseln“ von Tita Giese. Immer stehen Fragen im Raum wie: Wem gehört der öffentliche Raum? Wer entscheidet über dessen Nutzung und Ausstattung? Wie weit darf Kunst gehen?

RUNDGANG Kunst im öffentlichen Raum, Teil II: Kontroversen und Konflikte
LEITUNG Charlotte Brinkmann, M. A.
TERMIN Dienstag, 19. April 2016, 18 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Studierende bis 30 Jahre 18 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 3 Euro

Charlotte Brinkmann, M. A.
Studium der Bildenden Kunst und Mathematik, anschließend Studium der Kunstgeschichte, Ethnologie und Empirischen Kulturwissenschaft in Reutlingen und Tübingen. Nach einem Volontariat in Hamburg und der abschließenden Koordination des Großprojektes AUSSENDIENST ist sie seit 2003 freiberuflich tätig als Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Kuratorin, u. a. für die Kulturbehörde Hamburg (Referat Kunst im öffentlichen Raum) und die internationale gartenschau hamburg 2013.