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Richard Long: Mountain Circle ( 1991) und Magpie line, Malmö (1985)

Treffpunkt: Gegenwart mit Dr. des. Veronika Schöne
28. Februar 2019 (19.30 Uhr - 20.30 Uhr)

Strenge Geometrie trifft auf ungeschliffene Natur. Richard Long (*1945) ordnet natürliche Materialien in Kreise und Quadrate, Rechtecke und Spiralen, die in ihrer stillen Schönheit nicht nur von der Natur erzählen. Sie sind auch Ausdruck eines unbedingten Formwillens, den der Künstler ihr aufprägt.

Der britische Künstler gehört zu den wichtigsten Vertretern der Land Art, die in den 1960er Jahren die Landschaft selbst zum Gegenstand nahm. Natur war nicht länger nur Motiv, sondern auch Material. Die Künstler schufen kein Abbild mehr von der Natur, sondern zogen mit Bagger und Bohrer in die Landschaft und formten sie direkt. Long prägte die Landschaft draußen durch seine Wanderungen, von denen er die Materialen mitbrachte und sie im Kunstraum neu ordnete.

Wir wollen beim nächsten Treffpunkt: Gegenwart mit Veronika Schöne Richard Longs Arbeiten eingehend besprechen, die nicht nur die Frage nach dem Gegenüber von Mensch und Natur und die Vorstellung von – einer wilden oder einer domestizierten – Landschaft aufgreifen, die für die Moderne entscheidend sind. Die Land Art definiert auch das zentrale spannungsreiche Verhältnis von Kunst und Natur noch einmal neu, das die gesamte Kunstgeschichte seit der Antike prägt.

TREFFPUNKT: GEGENWART Richard Long: Mountain Circle ( 1991) und Magpie line, Malmö (1985)
LEITUNG Veronika Schöne
TERMIN 28. Februar 2019, 19.30 bis 20.30 Uhr
ORT Galerie der Gegenwart
TREFFPUNKT vor dem Museumsshop der Freunde
KOSTENBEITRAG kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich, Nichtmitglieder zahlen den Eintritt in die Kunsthalle

Dr. des. Veronika Schöne
Dr. des. Veronika Schöne
Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Romanistik in Hamburg, Berlin und Rom. Seit 1999 freie Journalistin (u. a. SZ und NZZ), Autorin und Dozentin. Seit 2005 Veranstaltungen, seit Sommer 2007 zunächst Programmplanung für die Jungen Freunde, ADVANCED und seit August 2019 für die neue Programmsparte @ART. Dissertation über den Zufall in der Gegenwartskunst.