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Vom Hafentor bis zu den Landungsbrücken: Mobilität als Zeichen der Moderne

Stadtrundgang mit Dipl.-Ing. Sabine Kock
25. November 2018 (11.00 Uhr - 13.00 Uhr)

Die Touristen kennen sie vielleicht besser als die Hamburger selbst: Wer schaut oder hört sonst schon noch genau hin, wenn an der S- und U-Bahnhaltestelle oder dem Hafenanleger die Landungsbrücken ausgerufen werden. Der Passant läuft und sucht den nächsten Anschluss oder die beste Aussicht auf den Hafen.

Dabei spiegelt sich Stadtgeschichte hier so eindrucksvoll in der topografischen Raumgestalt des Ortes wie an kaum einem anderen Punkt der Stadt. Der Verkehrsknoten Landungsbrücken stellt sich heute als ein Zusammenwirken aus verschiedensten baugeschichtlichen Phasen dar. Brücke, Tunnel, Tal und Berg, Schlagadern städtischer Infrastruktur, ein imposantes Denkmal und versteckte Funktionsbauten prägen die bauliche Geschichte und Gegenwart dieser Schnittstelle von Wasser und Land. Mit dem Bau der „St. Pauli-Landungsbrücken“ entstand kurz nach 1900 das Herz der Metropole Hamburg, und das „Hafentor“ war immer schon ein Knotenpunkt des öffentlichen Nahverkehrs. Die Errichtung der U-Bahn-Haltestellen Baumwall, Rödingsmarkt, Landungsbrücken und Millerntor schlossen den Ring der ersten U-Bahnlinie der Stadt, und rund um den Stintfang verwandelten die Bauten von Emil Schaudt die Topografie des Ortes in ein Gesamtkunstwerk. Nach der Zäsur des Krieges und beflügelt von einem neuen Mobilitätsversprechen suchte die Stadt auch nach einer neuen baulichen Gestalt, und der Wiederaufbau schaffte Platz für andere Zeichen der Moderne.

Auf unserem Rundgang streifen wir die Hafenkante und machen den U-Bahnhof Landungsbrücken zum Zentrum unserer Betrachtung: Seine Geschichte, seine Gestalt, sein Name und seine Veränderungen im Laufe der Zeit sind ebenso Thema wie die unerfüllten Träume mancher Planer.

LEITUNG Dipl.-Ing. Sabine Kock
TERMIN Sonntag, 25. November 2018, 11 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro, Studierende bis 30 Jahre 15 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro
Anmeldung erforderlich

Dipl.-Ing. Sabine Kock
Studium der Architektur; freiberufliche Tätigkeit als Dipl.-Ing. Architektur; Veranstaltungsangebote zur Architektur und zum Städtebau für die Freunde der Kunsthalle e. V. und die Hamburgische Architektenkammer; langjährige Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Studiendekanin an der AMD Akademie Mode & Design, Fachbereich Design der Hochschule Fresenius in Hamburg; freie Autorin. Mitglied des Kuratoriums der internationalen Künstlerinnenstiftung "Die Höge".