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Museum für Kunst und Gewerbe: „68. Pop und Protest“

Kuratorenführung mit
16. November 2018 (16.00 Uhr - 17.30 Uhr)

1968. Kaum eine Jahreszahl löst derart unterschiedliche Reaktionen aus. Signal der Befreiung für die einen, Sinnbild des Niedergangs für die anderen: Zwischen Erinnerung und Abrechnung tobt schon seit längerer Zeit der Kampf um die Deutungshoheit.

Ein halbes Jahrhundert nach dem gesellschaftlichen Aufbruch versammelt die Ausstellung „68. Pop und Protest“ die entscheidenden Bilder, Filme, Texte und den „Sound“ dieser Epoche zu einem komplexen Stimmungsbild. Rund 200 Objekte aus den Sammlungen des Museums für Kunst und Gewerbe, ergänzt um bedeutende Leihgaben, zeigen, was die Menschen 1968 bewegt hat – in Deutschland und der Welt. Werke der bildenden und angewandten Kunst sind ebenso dabei wie historische Dokumente, Plakate, Fotografien, Mode und Designobjekte.

Denn das Jahr 1968 wird nicht nur erschüttert von dramatischen politischen Ereignissen, die zu nationalen Protesten führen und revolutionären Ideen Rückenwind verleihen. Vielmehr wird gleichzeitig auch eine weltweite kulturelle Revolution in Gang gesetzt, die gegen autoritäre Strukturen aufbegehrt, sexuelle Freiheit propagiert und die Gleichberechtigung aller Menschen fordert. Das Spektrum der künstlerischen Ausdrucksformen umfasst avantgardistische Musik, unkonventionelle Mode und entfesseltes Design, kontroverses Theater und gesellschaftskritisches Autorenkino.

„68. Zwischen Pop und Protest“ stellt dabei nicht zuletzt die Frage nach der Aktualität der Ideen von Freiheit und Selbstbestimmung in einer Zeit, in der die freie Entfaltung des Individuums, die grundsätzliche Rede- und Pressefreiheit und vieles mehr erneut auf dem Spiel zu stehen scheinen. Caroline Schröder, seit September 2017 Leiterin der Abteilung Moderne des Museums für Kunst und Gewerbe und Teil des kuratorischen Teams, führt durch die Ausstellung.

FÜHRUNG Dr. Caroline Schröder
TERMIN Freitag, 16. November 2018, 16 bis 17.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 18 Euro inkl. Eintritt ins Museum für Kunst und Gewerbe, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro
Anmeldung erforderlich